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1908 wurde in Lehe durch den Heimatforscher Dr. Johann Bohls (1863-1950) ein Bauernhausverein gegründet, der es sich zum Ziel setzte, bäuerliche Kulturdenkmäler aus Marsch und Geest zu erhalten. Bereits 1909/10 baute man auf einem von der Stadt Lehe gepachteten Grundstück, dem heutigen Speckenbütteler Park, ein erstes Museumshaus auf. Damit war der Kristallisationskern des heutigen Freilichtmuseums Bremerhaven-Speckenbüttel gebildet, das inzwischen auf elf Bauobjekte angewachsen ist.

1935 wurde dort eine erste Museumswindmühle, eine Bockwindmühle aus Leda, die im November 1941, von spielenden Kindern angezündet, ein Raub der Flammen wurde.

Erst 1960 konnte das Freilichtmuseum eine neue Mühle, einen so genannten Galerieholländer aus Holßel (1827) aufstellen. Doch leider trafen kurz vor Sylvester 1983 umher fliegende Feuerwerkskörper das Bauwerk und ließen auch dieses abbrennen.

Als Ersatz entschloss sich der Museumsverein zu einer Rekonstruktion. Von einer Bockwindmühle, die 1720 zunächst für 60 Jahre in Lehe Korn gemahlen hatte und dann, nach Wehden versetzt, dort bis Mitte des 19. Jahrhunderts noch Dienst getan hatte, waren Pläne überliefert. Sie dienten als Grundlage für die neue Museumswindmühle, die im November 1986 eingeweiht wurde.


Link zum Freilichtmuseum Speckenbüttel

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