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Die Geschichte des Schaufenster Bremerhaven startete mit einem herben Verlust – der Aufgabe der Bremerhavener Fischfangflotte mit der Kennung „BX“, der ehemals größten des Landes Schuld daran war das 1994 in Kraft tretende neue Seerechtsabkommen der Vereinten Nationen. Es erlaubte den Küstenstaaten die Ausweitung der ausschließlichen Wirtschaftszone auf bis zu 200 Meilen. Durch diese hoheitsrechtliche Veränderung der Nutzung der Meere verlor Deutschland mit einem Schlag so fast alle lukrativen Fischfanggründe auf der Welt. Das führte zu einem umfassenden Strukturwandel der Bremerhavener Fischwirtschaft, an dessen Ende 1996 der komplette Verlust der Flotte stand. Der Fischereihafen Bremerhaven blieb zwar der wichtigste der Republik, und ist es auch noch heute, verlagerte seinen Schwerpunkt jedoch auf Anlandung, Weiterverarbeitung und den Handel mit Seefisch. Eigene Fangschiffe gibt es jedoch keine mehr.

Vor diesem Hintergrund beschloss die Stadt Bremerhaven Anfang der 1990er Jahre eine grundlegende Umgestaltung des 1896 eröffneten Fischereihafens I. Der ehemalige Fischumschlagsbereich sollte zu einer maritimen Erlebniswelt gewandelt werden. Zu einem spannenden Ort, an dem Besucher einen Einblick in die Verarbeitung von Fisch- und Fischprodukten erhalten. Wo sie alles Wissenswerte über Fisch erfahren oder ihn einfach nur „brandungsfrisch“ aus der Küche genießen können.

Eine ganz besondere Herausforderung für Architekten und Städteplaner gleichermaßen bestand vor allem darin, bei der Umgestaltung des Areals darauf zu achten, den Ort so authentisch wie möglich zu halten. Im Mittelpunkt stand mit der Halle IV die älteste Fischhalle des Hafens - der Ort, an dem alles begann. Ein kompletter Abriss wäre Frevel und zudem ein gänzlich falscher Einstieg in das Thema gewesen. Altes sollte, soweit möglich, erhalten bleiben, umgenutzt und durch ein Ensemble moderner Architekturbauten harmonisch ergänzt werden.

In der Halle IV, die inzwischen mehr als hundert Jahre alt ist (erbaut 1907), wurden Verarbeitungsbetriebe, Restaurants und maritime Läden untergebracht. Räuchereien bieten direkt vor Ort ihre ofenfrischen Produkte an und gewähren teilweise sogar einen Blick in ihre Räucherkammern. Direkt gegenüber der Fischgenießerzeile entstand 1996 das Forum Fischbahnhof, ein Multifunktionsbau, in dem sowohl Veranstaltungen als auch Kongresse und Konzerte abgehalten werden. Das angeschlossene Theater im Fischereihafen (TiF) bietet Platz für etwa 300 Gäste und besticht seit 1996 mit einem vielseitigen und durchaus bemerkenswerten Programm. Am anderen Endes des Forums befindet sich das Seefischkochstudio. Eine deutschlandweit einzigartige Einrichtung, die als Botschafter in Sachen Fisch gilt und mit regelmäßig veranstalteten Kochshows samt anschließendem Fischbuffet sowie außergewöhnlichen Kochseminaren so richtig Lust auf Meeresdelikatessen macht.

Zwischen den beiden Gebäudekomplexen liegt das Herzstück des Schaufensters - der Marktplatz. Hier werden in der Freiluftsaison regelmäßig themenspezifische Veranstaltungen ausgerichtet, die zugleich informativ, lecker, gesellig und unterhaltsam sind. Direkt von dem Marktplatz aus führt eine Terrasse an das alte Hafenbecken heran, das von zwei modernen und komfortablen Hotels gesäumt wird. Im Hafen selber gibt es mit dem Salondampfer „Hansa“ und dem Museumstrawler „Gera“, sowohl kulinarische wie auch wissenswerte Planken zu entdecken.

Link zum Schaufenster Fischereihafen: www.schaufenster-fischereihafen.de

Stadtplanausschnitt

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