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Bau und Geschichte des Fischereihafens II

Seit 1896 der Fischereihafen I in Geestemünde eröffnet worden war, hatte die einschlägige Entwicklung auch in anderen, konkurrierenden Standorten nicht geruht. So hatte im gleichen Jahr wie Geestemünde der niederländische Hafen Ijmuiden einen großen Fischereihafen eröffnet, Cuxhaven folgte 1908 unter hamburgischer Ägide.
So nahmen bereits vor dem Ersten Weltkrieg Ausbauplanungen des preußischen Staates ihren Anfang, denn der Fischereihafen I erwies sich nicht als nicht ausreichend. Vor allem die Tideabhängigkeit mit ihren häufigen Schlickablagerungen und dem Fehlen eines ausreichenden Hochwasserschutzes störte die Schifffahrt.

Schon 1909/10 wurden erste Entwürfe ausgearbeitet, danach Grundstücksankäufe vorgenommen. Nach Kriegsende bewilligte der preußische Landtag in Berlin am 23.4.1920 die notwendigen Mittel. Es folgten groß angelegte Baumaßnahmen, so in Gestalt der Fischereihafendoppelschleuse (1921 bis 1925), des Ausbaus des Geestevorhafens (1921 bis 1925) und des Schleusenvorhafens (1922 bis 1925). Kernstück des Projekts wurde der Fischereihafen II, der 1926 bis 1928 entstand mit seiner besonders ins Auge fallenden, riesigen (390 x 28 Meter) Auktions- und Packhalle X (erbaut zwischen 1928 und 1929). Der 1930 angelegte Hafenkanal verband den inzwischen verfallenen, 1857 bis 1862 angelegten Handelshafen in Geestemünde mit dem übrigen Hafengebiet. Mit diesem Vorhaben war auch eine Eindeichung des Gesamtareals verbunden. Der neue Seedeich erstreckte sich bis zur Geestemündung. Dieses bedeutende Wasserbauprojekt, zu dem in wirtschaftlich schwieriger Zeit der preußische Staat sich bereit fand, war im technischen Aufwand durchaus mit dem in der Öffentlichkeit stark beachteten Bau der 1928 in Betrieb genommenen Columbuskaje zu vergleichen.

Von 1935 bis 1938 folgten vier weitere Packhallen (XI-XIV). Insgesamt kostete die Fischereihafenerweiterung zwischen 1921 und 1938/39 geschätzte 70 Millionen Mark. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Beseitigung seiner Schäden entstanden zwischen 1949/50 und 1993 die Auktions- und Industriehallen XV bis XXIII sowie mehrere Kühlhäuser.

Stadtplanausschnitt

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