Luftaufnahme Bremerhaven Mitte

Durch die verstärkte  Zuwanderung nach Bremerhaven im Rahmen der EU-Freizügigkeit sowie von Geflüchteten in den Jahren 2015 und 2016  hat sich die Ausgangslage in Bremerhaven verändert. Es gilt nun den strategischen Ansatz des Integrationskonzepts zu intensivieren, auf neue Handlungsfelder auszudehnen  und in Zusammenarbeit mit den Akteuren der Integrationsförderung auf die neue integrationspolitische Ausgangslage zu reagieren.

Mit der 5. Bremerhavener Integrationskonferenz vom 30.11.2018 wurde deswegen ein Prozess zur Fortschreibung des Bremerhavener Integrationskonzepts eingeleitet. In insgesamt sieben Arbeitsgruppen werden nun zu einschlägigen integrationspolitischen Themen wie Kinderbetreuung, Schule, Sprachförderung, Ausbildung, Arbeitsmarkt, Erwachsenenbildung, Beteiligung und Kultur eine Bestandsaufnahme durchgeführt, Ziele herausgearbeitet und Handlungsempfehlungen formuliert. Falls Sie Fragen zu dem Prozess haben können Sie sich gerne an die Koordinationsstelle für Integration und Chancengleichheit wenden, die Sie unter der Telefonnummer  0471 590-2415 erreichen können.
 

Vielfalt und Chancengleichheit – Bremerhaven zeigt Flagge

Das Bremerhavener Integrationskonzept „Vielfalt und Chancengleichheit – Bremerhaven zeigt Flagge“ wurde in einem zweijährigen intensiven Beteiligungsprozess erarbeitet und am 25. April 2013 von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet. Eine strategische Integrationspolitik ist ein Schlüsselfaktor für eine gelingende Integration und erfolgreiche Entwicklung von Kommunen. Entsprechend würdigt das Konzept die Vielfalt der Bremerhavener Stadtgesellschaft und formuliert Ansätze für die bewusste und systematische Gestaltung des Zusammenlebens.

Das 1. Bremerhavener Integrationskonzept formuliert in sechs lebensbiographisch orientierten Handlungsfeldern (Frühe Förderung / Elternarbeit, Schulabschlüsse, Berufsabschlüsse, Wirtschaft und Beschäftigung, Interkulturelle Öffnung des öffentlichen Dienstes, Teilhabe / Partizipation und Bewusstseinsbildung) strategische Ziele zur Ausgestaltung der Bremerhavener Integrationspolitik und erste konkrete Leitprojekte. Es beschreibt ferner eine Gremienstruktur, die die langfristige Umsetzung, Evaluation und Fortschreibung des Integrationskonzeptes ermöglichen soll.

Für das erste städtische Integrationskonzept wurde ein besonderer Schwerpunkt im Bereich Bildung gesetzt, da die strukturelle Integration eine wichtige Grundlage bei der Eröffnung von gleichen Lebenschancen für alle darstellt. Als Querschnittsthema tangiert Integration zudem viele weitere Handlungsfelder wie beispielsweise Kultur, Stadtentwicklung, Gesundheit, Wohnen oder die Berücksichtigung spezieller Lebenssituationen von älteren Menschen. Diese und weitere Themen sollen bei einer Fortschreibung des Konzeptes berücksichtigt werden.

Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Das Integrationskonzept richtet sich daher an alle in einer von Vielfalt geprägten Stadtgesellschaft vertretenen Institutionen und Menschen. Hierzu gehören Zuwanderinnen und Zuwanderer, aber auch Bremerhavenerinnen und Bremerhavener ohne Migrationshintergrund. Das Integrationskonzept wird Hand in Hand von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Akteuren getragen und umgesetzt.“

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