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November 2020 / Geld für die Ganztagsbetreuung

Vier Bremerhavener Schulstandorte sollen von Fördermitteln des Bundes profitieren

Förderprogramme der Bundesregierung machen’s möglich: Für den Ausbau der Ganztagsangebote an Grundschulen erwartet die Stadt Bremerhaven substantielle Bundes- und Landeshilfen. Für vier Standorte sollen rund elf Millionen zur Verfügung gestellt werden – und im allergünstigsten Fall wird Bremerhaven davon keinen Cent selbst zahlen müssen.

Umstellung auf Ganztagsangebote

Es ist ganz einfach: Ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote stärken zum einen die Kinder im Grundschulalter und helfen zum anderen ihren Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wenn der Spagat aus Familien- und Berufsleben weiterhin gelingen soll, braucht es auch für Grundschulkinder mehr gute Betreuungsmöglichkeiten über den Mittag hinaus. Deshalb haben sich die Regierungsparteien in ihrem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder einzuführen, der die Lücke zwischen der Betreuung in Kindertagesstätten und den Angeboten der Sekundarstufe I schließt.

Zum 1. August 2026 soll deshalb ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder geschaffen werden, der zunächst für Grundschulkinder der ersten Klassenstufe gilt und in den Folgejahren um je eine Klassenstufe ausgeweitet wird. Damit soll ab August 2029 jedes Grundschulkind der Klassenstufen eins bis vier einen Anspruch auf ganztägige Betreuung haben – zur Vorbereitung der Maßnahme wird die Bundesregierung ein millionenschweres Förderprogramm auflegen. Bereits im Dezember wird zudem ein Sondervermögen „Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter“ eingerichtet, das Finanzhilfen in Höhe von insgesamt bis zu 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellt.

Vier Bremerhavener Schulen sollen von diesen Fördermitteln profitieren. Der Löwenanteil ist für den Umbau der bisherigen Mensa der Heinrich-Heine-Schule zu einer „multifunktionalen Mensa“ eingeplant, durch den die Schule eine wichtige Voraussetzung für den Wandel von der offenen zur teilgebundenen Ganztagsschule schaffen kann. Auch an der Karl-Marx-Schule soll die Mensa ausgebaut werden, denn der Bedarf wird mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung auch hier sicher wachsen. Für die Goetheschule gibt es dagegen Geld, damit die Pläne für eine an einer Ganztagsschule unverzichtbare Mensa bis zur Bauantragsreife entwickelt werden können Eine finanzielle Unterstützung ist außerdem für die provisorisch aus Containerelementen entstandene Neue Grundschule Lehe vorgesehen, die zukünftig dreizügig ausgebaut werden soll.