Aussenansicht Alfred-Wegener-Institut

Zweimal im Jahr ist Schmiedewoche

Seit zehn Jahren veranstaltet die Schule am Ernst-Reuter-Platz zweimal jährlich eine Schmiedewoche, zum ersten Mal war diesmal auch die Quartiersmeisterei Lehe als Kooperationspartner mit dabei. Am Anfang des Projekts, das zur Hälfte selbst und zur Hälfte mit Unterstützung der Bürgerstiftung Bremerhaven finanziert wird, konnten sich der Leher Künstler Robert Worden und der freischaffende Schmiedekünstler Bernd Bannach erst einmal langsam an die kleine Schülergruppe gewöhnen. Nach der Kennlernphase ging es dann an die zielgerichtete Arbeit, geplant war diesmal stählerne Kunst für die Hafenstraße.

„In den Vorjahren haben wir vor allem Objekte für den Leher Pausenhof und den Saarpark geschmiedet“, erzählt Bernd Bannach, der Bremerhaven auch als Stipendiat des Wilke-Ateliers kennt. Zuerst gewöhnen sich die Mädchen und Jungen bei ihm an die Materialien und die Abläufe, lernen mögliche Gefahren einzuschätzen. Im Anschluss geht es an das gemeinsame Thema, und die Ergebnisse sprechen auch in dieser Runde für sich. Farbig bemalte Stangen mit und ohne Applikationen, ein lustiger Geselle mit Nasenring und spitzen Ohren, ein Segelschiff und weitere verblüffende Dinge – entstanden ist individuelle Kunst, die sich nun in Lehe sehen lassen kann.

Einblicke in das Berufsleben

Neben der Verschönerung des Stadtteils verfolgt die Schmiedewoche aber noch ein zweites wichtiges Ziel.„Wir wollen den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in Facetten des späteren Berufslebens geben“, bekräftigt Schulleiterin Nicole Wind. „Es ist für uns sehr wichtig, den Jugendlichen möglichst früh einen Einblick in die Berufswelt zu ermöglichen“, fährt sie fort und erntet die Zustimmung von Joachim Ostmann, dem Leiter der Agentur für Arbeit Bremerhaven, der wie andere Gäste an der Verleihung des Siegels „Schule mit herausragender beruflicher Orientierung“ teilnimmt. „Wir bekommen die Auszeichnung zum zweiten Mal in Folge“, unterstreicht Nicole Wild. „Das ist absolut nicht einfach, wir sind richtig stolz!“