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Januar 2020 / Kunterbunte Reise durch den Bücherdschungel

Die Bremer Schuloffensive ermöglicht auch im Schuljahr 2019/20 wieder viele Kunst- und Kulturprojekte

Außerschulisches Lernen ist eigentlich immer etwas Besonderes, aber für die Klassenfamilie Fische ist der Besuch der Stadtbibliothek schon fast Routine. Zum dritten Mal erobern die Schülerinnen und Schüler der Amerikanischen Schule die Kinderabteilung, zum dritten Mal lernen sie spielerisch die Angebote kennen. Möglich werden diese und ähnliche Projekte durch die Bremer Schuloffensive.

Zeitreise oder Walfang, Klimawandel oder Bilderbuchkino

Eine Zeitreise durch die Migrationsgeschichte im Auswandererhaus, auf den Spuren der Stadtgeschichte im Historischen Museum oder Informationen zum brisanten Thema Walfang im Deutschen Schifffahrtsmuseum – durch die Unterstützung der Bremer Schuloffensive können auch im Schuljahr 2019/20 viele interessante

Projekte für Bremerhavener Schülerinnen und Schüler angeboten werden. Lernen außerhalb der Schule für alle Klassenstufen, mit dem Klimawandel beschäftigen sich das Junge Theater Bremerhaven und das Klimahaus, „Gucken-Sehen-Weiter-Gehen“ heißt es im Kunstmuseum. Und für die Jüngsten ist die Stadtbibliothek der richtige Ort, denn sie lädt die Klassen 1 und 2 zur kunterbunten Reise durch den Bücherdschungel ein.

Schule in der Bibliothek, die kunterbunte Reise ist ein Mini-Projekt mit acht Terminen á 90 Minuten. Beim ersten Besuch der Kinderabteilung gab es eine Einführung mit und das Bilderbuchkino, beim zweiten wurden zuerst Wörter gesucht und gefunden und dann die Buchstabeneisenbahn ausgefüllt. Die Klassenfamilie Fische der Amerikanischen Schule ist jetzt beim dritten Termin angelangt, heute geht es um Schriftzeichen aus anderen Ländern und um die Blindenschrift. Zuvor zum Aufwärmen noch ein bisschen Lernkontrolle: „Darf man bei uns ausgeliehene Bücher für immer behalten?“, fragt Abteilungsleiterin Sonja Schmidt und bekommt ein vielstimmiges „Nein!“ als Antwort. Schwieriger wird es da schon bei den Ausleihfristen für verschiedene Medien, aber schließlich ist auch der Unterschied zwischen Musik-CD und Hörbuch geklärt.

Originelle Lesezeichen zum Mitnehmen

Mit einem Bilderbuch nähert sich die Gruppe dann den unterschiedlichen Schriften: „Ich hab‘ dich lieb“ ist am Ende auf Arabisch, Japanisch, Koreanisch und Chinesisch, Hebräisch, Russisch, Griechisch und Tamil zu lesen. Unter den 23 Kindern der Klassenfamilie sind sieben Nationen vertreten, Viktoria kann den Satz auf Russisch sagen, Elira auf Albanisch und Hanna auf Englisch. Bei der Blindenschrift, die natürlich auch ertastet werden muss, stoßen alle an ihre Grenzen: „Wie soll man das denn auseinanderhalten?“ Zur Belohnung steht anschließend das Basteln auf dem Programm, die Lesezeichen mit dem eigenen Namen in Hieroglyphen werden noch während der Frühstückspause laminiert und dürfen sogar mit nach Hause genommen werden.

Die Kinderabteilung unter ganz verschiedenen Gesichtspunkten kennenlernen und Interesse am Lesen und an der Sprache wecken – das Konzept der Stadtbibliothek geht voll und ganz auf. Auf dem weiteren Programm stehen noch viele Entdeckungen und der BlueBot, am Ende wird es neben einer Urkunde die selbstbedruckte Bibliothekstasche und ein Abschluss-Quiz geben.