Aussenansicht Alfred-Wegener-Institut

„Ich möchte eine Welt die bunt ist, die grün ist, und ich möchte sie nicht nur für mich, sondern auch für nachfolgende Generationen!“ Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“, in der Aula des Lloyd Gymnasiums wird ermittelt, wer sich für die Landesebene qualifitiert. Das Thema der Runde ist „Biodiversität und ihr gesetzlicher Schutz“, der Meinungsaustausch dauert insgesamt 24 Minuten. Auf dem Podium sitzen vier Schülerinnen und Schüler, die erst kurz vor dem Austausch erfahren haben, ob sie Pro oder Contra vertreten.

Faire Regeln, Sachkenntnis und Überzeugungskraft

Zuerst die Entscheidung auf Schulebene, jetzt der Regionalwettbewerb – bei „Jugend debattiert“ beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler mit aktuellen schulischen und politischen Streitfragen. Seit 2002 wird der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten an deutschen Schulen ausgerichtet, sein Ziel ist die Verbesserung der Ausdrucks- und Gesprächsfähigkeit. Recherche-Übungen stärken zudem die Sachkenntnis und Überzeugungskraft der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In der Debatte gilt es dann, die neuen Kompetenzen unter fairen Regeln einzusetzen.

Vier Schülerinnen und Schüler, eine Streitfrage und zehn Tage Zeit, um sich auf das Thema vorzubereiten. Die Inhalte und Argumente müssen sitzen, denn wer Pro oder Contra vertritt, wird erst kurz vor dem Wettbewerb ausgelost. So sitzen sich auf dem Podium Lara Hemmy und Lucas Lennox Püchel auf der Pro-Seite, Anna Ludwigs und Dennis Stojic auf der Contra-Seite gegenüber. Dass es die Biodiversität zu schützen gilt, ist Konsens, strittig dagegen, ob dafür Gesetze ein geeignetes Mittel sind. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, heißt es von einem Tisch, Einschränkungen der verfassungsmäßigen Freiheiten befürchtet der andere – die Diskussion bewegt sich zwischen Emotionalität und Fakten.

Stichhaltige Argumente auf beiden Seiten

Die vorgetragenen Argumente sind auf beiden Seiten stichhaltig, die Diskutierenden gehen in der bis zur letzten Reihe gefüllten Aula gekonnt aufeinander ein. Die unparteiisch besetzte Jury hat wirklich keine leichte Aufgabe, zu bewerten sind in jeder Runde die Sachkenntnis, das Ausdrucksvermögen, die Gesprächsfähigkeit und die Überzeugungskraft. Und diese Kriterien sprechen am Ende in der Altersgruppe 2 (Sek II) für Lennox Püchel (Lloyd Gymnasium) und Dennis Stojic (Schulzentrum Carl von Ossietzky). In der Altersgruppe 1 (Sek I) können sich an diesem Vormittag außerdem Nejra Memesahovic und Titus von Marcard, beide vom Lloyd Gymnasium, durchsetzen. Sie diskutierten die Frage, ob der öffentliche Busverkehr in Bremerhaven zum nächstmöglichen Zeitpunkt auf Elektrobetrieb umgestellt werden soll.