Aussenansicht Alfred-Wegener-Institut

Menschen, Tiere, Sensationen – der Zirkus Eldorado gastierte eine spannende Projektwoche lang an der Amerikanischen Schule. „Sie werden staunen, was die Kinder in dieser Woche alles lernen“, hatte die Zirkusfamilie Thiel angekündigt und konnte ihr Versprechen einlösen. Bei der großen Abschlussgala begeisterten die jungen Akteure das Publikum und verdienten sich mit wagemutiger Akrobatik und gekonnten Dressuren einen donnernden Applaus.

Am Anfang stand ein Spendenlauf

Der Zirkus Eldorado an der Amerikanischen Schule – am Anfang stand hier das Engagement der Eltern. Die waren nämlich so sehr von der Zirkusidee angetan, dass sie in Eigenregie einen Spendenlauf organisierten, um das aufwändige Projekt bezahlen zu können. Gesagt, getan, in der Turnhalle drehten die ebenfalls begeisterten Kinder am Ende gegen gutes Geld so viele Runden, dass manchem Elternteil schwindelig wurde und die Finanzierung locker gesichert war.

„Hereinspaziert!“, hieß es so zum Wochenbeginn, die Schülerinnen und Schüler der Grundschule staunten nicht schlecht freuten sich am Montagmorgen über das Zirkuszelt auf der Rasenfläche. Der weitere Ablauf der Projektwoche war perfekt geplant, zunächst konnten sich die Kinder der Klassenstufen 1/2, anschließend die der Klassenstufen 3/4 je nach Neigung ihre Gruppen aussuchen. Das Angebot reichte von der

Bodenakrobatik zum Trapez, von den Cheerleadern zur Jonglage, vom Lasso zum Hula-Hoop-Reifen, von der Hundedressur zur Arbeit mit Ziegen und Lamas. Die Kostüme, Requisiten und die Trainer stellte die Zirkusfamilie Thiel, die auch gleich ein paar wichtige Tipps parat hatte: „Wenn die Ziegen nicht wollen, dann macht man am besten mal eine kleine Pause. Bei den Lamas ist es genauso, sonst können die nämlich spucken!“

Konzentrierte Arbeit und jede Menge Spaß, die Klassenfamilien 1/2 probten täglich von 8 bis 10 Uhr, die Klassenfamilien 3/4 von 10.30 bis 12 Uhr. Die Lehrkräfte, die zwar dabei, aber eigentlich völlig abgemeldet waren, konnten sich hier ein ganz anderes Bild von ihren Schülerinnen und Schülern machen, selbst Problemfälle wurden spielerisch integriert. „Die Zirkusmitarbeiter wussten genau, wie sie mit den Kindern etwas erreichen konnten“, so eine Lehrerin der Amerikanischen Schule. "Sie waren freundlich, aber bestimmt, haben sofort die Stärken und Schwächen erkannt und in den Ablauf übernommen. Sie hatten wirklich ein tolles Gefühl für die Arbeit mit Kindern.“

Die große Abschiedsvorstellung begeisterte

Was man innerhalb einer Woche erreichen kann, zeigte schließlich die nach Klassenstufen zweigeteilte Abschlussvorstellung, zu der am Freitagnachmittag Eltern und Großeltern, Geschwister und Freunde pilgerten. Die Cheerleader eröffneten die Schau und sorgten sofort für

allerbeste Stimmung, die Zauberer zeigten ihre lustigen Tricks und die Jongleure ihr verblüffendes Können. Was im Bühnennebel am Trapez präsentiert wurde, ließ nicht nur die nächsten Angehörigen die Luft anhalten, aufatmen und lachen konnte man dagegen bei den Kunststücken, die die Hunde und ihre Dompteure gemeinsam einstudiert hatten.

Die glänzende Show wurde mit einem donnerndem Applaus belohnt, alle Mitwirkenden waren glücklich und zu Recht einfach nur stolz. Das Zirkusprojekt Eldorado hat an der Amerikanischen Schule das Selbstbewusstsein und das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt, zu ganz neuen Erkenntnissen und Freundschaften geführt. Menschen, Tiere, Sensationen, am nächsten Montag war das Zelt wieder verschwunden. „Schade, der Zirkus hat so viel Spaß gemacht", bedauerte bei der Nachbereitung eine Neunjährige der Klassenfamilie Bienen. "Naja, wenigstens ist die Schule noch da..."