Aussenansicht Alfred-Wegener-Institut

Weltklimagipfel im polnischen Katowice, Weltklimagipfel in Bremerhaven – Ende November führte die Unterstufe der Zweijährigen Höheren Handelsschule an den Kaufmännischen Lehranstalten (KLA) ein Planspiel zur Klimakonferenz durch. Das Gemeinschaftsprojekt des Fachbereichs Politik und des Unternehmens Geoscopia wurde von der Volkshochschule unterstützt und machte deutlich: Klimapolitik geht uns alle an!

Klimagipfel im politischen Unterricht

Im Kappenberg-Saal der Volkshochschule zeigen aktuelle Satellitenbilder gerodete Regenwälder und schmelzende Gletscher. Das Ausmaß der Zerstörung ist groß, die Zeit wird knapp: Was tun? Parallel zum Weltklimagipfel in Katowice (Kattowitz) führen Schülerinnen und Schüler der Unterstufe der Zweijährigen Höheren Handelsschule an den Kaufmännischen Lehranstalten (KLA) im politischen Unterricht ein Planspiel zur Klimakonferenz durch, das von der auf Umweltbildung spezialisierten Firma Geoscopia entwickelt wurde.

Zuerst die allgemeinen Informationen, dann die spezifischen Positionen: Die Schülerinnen und Schüler teilen sich in Gruppen auf, die verschiedene Kontinente, Länder und Interessengruppen darstellen. In der Rolle von politischen Führern und Vertretern von Nicht-Regierungsorganisationen legen die gewählten Sprecherinnen und Sprecher der Gruppen dem Forum ihre Standpunkte dar, diskutieren und verteidigen sie. Verschiedene Verträge und bilaterale Abkommen werden verhandelt und geschlossen, der Tag endet mit einer Reflexion des Planspiels und einer Aufstellung von Forderungen sowie einer damit verknüpften Botschaft an die Politikerinnen und Politiker des realen Weltklimagipfels in Katowice.

Spannender Einblick in die Arbeit der Klimaforscher

Das allgemeine Ziel des Geoscopia-Planspiels ist es, demokratische und politische Verhandlungen und daraus resultierende Schwierigkeiten und Probleme erfahrbar zu machen. Durch die verschiedenen Perspektiven der internationalen Akteure lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass das komplexe Thema Klimawandel differenziert eingeordnet und bewertet werden muss. „Für mich ist der Tag durchweg positiv verlaufen“, heißt es am Ende. „Er war ein sehr spannender Einblick in die Arbeit der Klimaforscher und wir haben gelernt, dass der Klimawandel nicht nur in der Verantwortung der Politik liegt, sondern dass jeder etwas tun muss.“