Aussenansicht Alfred-Wegener-Institut

August 2020 / Auch in den Ferien wird fleißig gearbeitet

An Bremerhavener Schulen laufen die Sanierungsmaßnahmen während der Sommerferien auf Hochtouren

Gerade hat die unterrichtsfreie Zeit begonnen, schon rücken die Handwerker an: Seestadt-Immobilien nutzt die sechswöchige Ferienzeit auch in diesem Jahr wieder für umfangreiche Reparaturen, Sanierungen und Neubauten. Insgesamt 15 Bremerhavener Schulen werden in diesem Sommer aufgefrischt, unter enormem Zeitdruck sind rund 40 verschiedene Betriebe an den eng getakteten Arbeiten beteiligt. Finanziert werden die Maßnahmen aus Fördermittel des Bundes und des Landes.

Während der Sommerferien laufen die Restarbeiten an

Ein Schwerpunkt ist die Heidjer-Schule am Mecklenburger Weg, die seit 2016 im Besitz der Stadt ist. 170 Erst- bis Viertklässler lernen in dem Gebäude, das zuvor der Katholischen Kirche gehörte, und da hier auch viele Kinder aus dem benachbarten Stadtteil Lehe unterrichtet werden, trägt das Bundesförderprogramm „Soziale Integration im Quartier“ die Ausbaukosten. Ergänzt wird das Bundesgeld aus dem städtischen Haushalt, bereits im vergangenen Jahr floss ein beträchtlicher Teil der Mittel in die Sanierung der Toiletten, in die komplett umgerüstete Bewegungshalle und die auffällige grüne Fassade. „Wir haben so viel Rotes und Blaues ringsum, da wollten etwas Frisches, Neues“, lacht Schulleiterin Inga Eifeld.

Die Fenster sind bereits erneuert worden, der Waschbeton wurde energiesparend durch die isolierenden Faserzement-Platten mit ihren grünen Gestaltungselementen ersetzt. Auch die komplette Dachdämmung und Abdichtung auf rund 1100 Quadratmetern ist abgeschlossen. „Jetzt laufen während der großen Ferien die kleineren Restarbeiten an“, erklärt Architektin Tanja Schmitz, die von Anfang mit dem Leherheider Vorzeige-Projekt betraut ist. So wird der bisher eher unansehnliche Innenhof zum Schulgarten für alle umgestaltet, der Gebäudesockel gedämmt. „Wir müssen dafür so etwa 80 Zentimeter tief runter“, erklärt Holger Schneeberg, der die Arbeiten als technischer Betriebsleiter bei Seestadt Immobilien begleitet.

Schulsanierungs-Marathon in vielen Stadtteilen

Aber nicht nur in Leherheide wird zurzeit unter Hochdruck gearbeitet, auch in den anderen Stadtteilen legen sich die Handwerker beim Schulsanierungs-Marathon mächtig ins Zeug. Die südliche Giebel-Fassade und die Mensa-Fassade der Amerikanischen Schule sind bereits seit dem vorigen Sommer saniert, nun ist die Dämmung der langen Ostfassade, bei der rund 160 Quadratmeter Fläche eingepackt werden, an der Reihe. Neben der neuen Treppenhaus-Verglasung wurden Im Keller und auf zwei Obergeschossen bereits 30 schallschluckende und isolierende Fenster eingebaut, die Fassade selbst kann aufgrund von durch Corona bedingten Lieferengpässen wohl erst Mitte September fertig werden. „Die Renovierung der Klassenräume ist dagegen bis zum Schuljahresbeginn abgeschlossen“, sind die Verantwortlichen zuversichtlich.

An der Berufsschule für Technik am Schulzentrum Carl von Ossietzky ist nach zwei Jahren Bauzeit gerade die neue Energiespar-Fassade fertig geworden, nun werden in den Fluren neue Linoleumböden verlegt. Die Kaufmännischen Lehranstalten bekommen eine neue Dämmung und Fassade, fertig vorgebaute Klassenraum-Module schweben per Kran an der Neuen Oberschule Lehe ein. Fassaden auf energetischem Stand für das Gymnasium am Schulzentrum Carl von Ossietzky und die Schule am Leher Markt, es wird gebaggert, gebohrt und gestrichen, denn die vorhandenen Fördermittel sollen restlos ausgeschöpft werden. Gute Voraussetzungen also für den Schuljahresbeginn – nicht nur für die voraussichtlich 1083 Bremerhavener Kinder, die nach den Sommerferien den Schulalltag neu für sich entdecken werden.