„18 Clips über Autismus“

Eine Kooperation mit vielen Gewinnern

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„Jeder soll an unserer Schule das Recht haben, verschieden zu sein“, erklärte Dr. Joachim Wolff, Direktor der Paula-Modersohn-Schule, bei der Begrüßung der Gäste. „18 Clips über Autismus“ waren am 15. Mai das Thema, Schuldezernent Michael Frost und Oberschulrätin Anke Detering, weitere Lehrer, Eltern und natürlich die Schülerinnen und Schüler gaben der Präsentation der Kurzfilme bei Popcorn und selbstgemachter Limonade einen angemessenen Rahmen.

„18 Clips über Autismus“ – drei Klassen aus dem „Haus der Kindheit“ der Paula-Modersohn-Schule haben seit September 2017 gemeinsam mit dem Autismus-Therapie-Zentrum (ATZ) und dem Bremerhavener Regisseur Martin Kemner (afz-TheaTheo) an dem Projekt gearbeitet. Die Kernfrage war, was geschieht, wenn in der Schule vermeintlich „normale“ Kinder auf Mitschülerinnen und –schüler mit „Autismus-Spektrum-Störung“ treffen. Die Antwort sind 18 Kurzfilme, die typische Missverständnisse nachstellen und in Zukunft vom ATZ für die therapeutische Arbeit eingesetzt werden. „Sie sind für uns eine wichtige Unterstützung“, unterstrich Dr. Anas Nashef, Leiter des Autismus-Therapie-Zentrums Bremerhaven, vor der Premiere in der Aula der „Paula“.

Film ab: Was passiert, wenn aufgrund einer Störung bestimmte Redensarten wörtlich genommen werden? Steht der Winter wirklich vor der Tür? Werden die Letzten tatsächlich von Hunden gebissen? Und was hilft eine auf den Kopf gestellte Sanduhr? Schwierigkeiten bei der sprachlichen Verständigung können auf den ersten Blick skurrile Folgen haben. „Am Anfang haben wir viel gelacht und dann geübt, wie wir das ernst hinkriegen“, berichteten zwei Schüler zwischen den Clips, die neben kommunikativen auch Probleme im sozialen Umgang, fehlende Empathie oder Missdeutung der Mimik des Gesprächspartners thematisieren.

„Alle sind unterschiedlich – jeder ist besonders!“, heißt es an der Paula-Modersohn-Schule, und die „18 Clips über Autismus“ sind dabei ein Stück gelebte Inklusion. „In den Filmen steckt viel mehr Arbeit, als man denkt“, bestätigte Martin Kemner zum Ende der Premiere, bei der die Schülerinnen und Schüler zuvor über die Entstehung der Kurzfilme von der Idee über das Scriptboard bis zur Aufnahme berichtet hatten. Besonders beeindruckt zeigte sich Kemner vom Eifer seiner Filmcrews, die Kooperation zwischen dem Regisseur, dem Autismus-Therapie-Zentrum und der Paula-Modersohn-Schule war für alle ein Gewinn.

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