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Neuigkeiten und Aussichten

Die aktuellsten Erkenntnisse und Bekanntmachungen der Zukunftswerkstatt 2027

Was geschieht Jetzt?

Nach dem großen Erfolg der Veranstaltungen im Rahmen der Zukunftswerkstatt.BremerhavenKultur. 2027 konnten wir Sie zu weiteren spannenden Vorträgen von Fachreferenten und Work shops einladen. Aus den Beiträgen des Bürgerforums am 1. Februar sind Schwerpunktthemen entstanden, an denen wir auch weiterhin gemeinsam mit Ihnen weiterarbeiten möchten.

Die Themen, zu denen wir Sie herzlich eingeladen haben, lauteten:

• Junges Bremerhaven (17. Mai)
• Ehrenamt (22. Mai)
• Außendarstellung (31. Mai)
• Imagewandel zur Kultur- und Wissenschaftsstadt (13. Juni)
• Kulturtourismus (7. August)

Zur Zeit fügen wir die zahlreichen Ergebnisse der vergangenen Monate zusammen und erarbeiten die Abschlussdokumentation. Sollten Sie noch nicht in unserem E-Mail-Verteiler sein, so senden Sie uns gern Ihre E-Mail-Adresse über das Kontaktformular unten oder senden Sie sie direkt an  zukunftswerkstatt@magistrat.bremerhaven.de

Weitere Informationen erhalten Sie unten bei der Zusammenfassung des Bürgerforums und den angehängten Dokumenten.


Wenn auch Sie aktiv helfen wollen die Kulturlandschaft Bremerhavens zu gestalten, dann schreiben Sie uns bitte Ihre Vorschläge und Wünsche über das Kontaktformular unten.

 

(Beachten Sie bitte, dass Ihre Einsendungen inklusive Ihrem Namen auf unserer Seite veröffentlicht werden können. Wenn Sie dies nicht wünschen, so weisen Sie uns bitte explizit darauf hin.)

 

Am 1. Februar 2017 fand das Zukunftswerkstatt Bürgerforum statt. Moderator Bernward Tuchmann stellte klar, dass es sich hierbei um eine Sammlung individueller, stichwortartiger Nennungen handeln sollte, wel­che nicht hinsichtlich ihrer allgemeinen Gültigkeit überprüft werden würden. Es wurde kein Ergebnis im Sinne von „richtig“ oder „falsch“ angestrebt. Die Analyse sollte vielmehr erste Hinweise auf inhaltliche und thematische Ziele der Zukunftswerkstatt liefern.

Häufig genannte Schlagworte waren hier beispielsweise „stadtteilbezogene und generationsübergreifende Projekte“, sowie die „gute Infrastruktur und die Verbindung zum Wasser“ (Stärken). Kulturelle Schwächen Bremerhavens sahen die Arbeitsgruppen in der „Außendarstellung der Kultur in Bremerhaven“, in der „fehlenden Förderung des ehrenamtlichen Engagements“ und darin, dass es „zu wenig Angebote für Migranten und zu wenig interkulturellen Austausch“ gibt.

Als Chancen (im Sinne von Visionen) sahen die Bürgerinnen und Bürger unter anderem die „Verbindung von Bildungs- und Kulturarbeit in Kitas und Schulen“ oder „eine zentrale Informationsplattform, die über kulturelle Angebote und Termine informiert“. Als Risiko wurde die ausschließliche „Konzentration auf die Havenwelten“, die „Kommerzialisierung der Kultur“, und „der fehlende Nachwuchs“ genannt.

Im Detail ergab das die folgende grob überschlagene Sammlung:

Stärken

• stadtteilbezogene und ge­nerationsübergreifende Projekte
• „Kultur zieht sich durch die Stadt“
• großes, niederschwelliges und kostengünstiges Angebot
• Kontinuität durch starke Institutionen mit überregionaler Anerkennung
• Engagement, Eigeninitiative sowie aktive Bürger im Eh­renamt
• Wertschätzung durch Identifikation mit der Stadt und dem Miteinander
• Of­fenheit gegenüber Fremden und Fremdem
• Kooperationen mit Schulen, Hochschulen, Kirchen und Vereinen
• Vernetzung der professionellen und freien Szene
• Strukturen sind durch „kurze Wege“ gekennzeichnet
• gute Infrastruktur, Ver­bindung zum Wasser, „Tor zur Welt“
• Fähigkeit, aus wenig viel zu machen

Schwächen

• Innere und äußere Darstellung der Kultur in Bremerhaven (Außendarstellung, Marketing)
• Man­gelndes kulturelles Selbstbewusstsein (in) der Bevölkerung
• Stadtplanung berücksichtigt nicht ausreichend die Kultur und nutzt diese nicht als Motor
• Es gibt keine flächendeckende Stadtteilkultur und kein regiona­les Kulturzentrum
• Zu wenig Angebote für Jugendliche, keine „Experi­mentierfelder“, keine Studententreffpunkte
• Zu wenig Angebote für Migranten und zu wenig interkultureller Austausch
• Schwache Kommunikation der Kulturangebote bzw. zu wenig Information
• Keine Konzentration und Koordination kultureller Angebote
• Keine Vernetzung und Kooperation von Kultur, z.B. mit Wissenschaft und Privatwirtschaft
• Sparzwang und Unterfinanzierung, somit keine Absicherung, keine sicheren Perspektiven
• Kein Kultursponsoring, keine Kulturförderstiftung
• Fehlende Unterstützung der Initiativen seitens der Verwaltung
• Wahrnehmung von Defiziten auch in der kulturellen Bildung
• Kein „roter Faden in der Kulturpolitik“, kein Gesamtkonzept für die Bremerhavener Kultur
• Keine Förderung des ehrenamtlichen Engage­ments

Chancen-Risiken-Analyse

• Imagewandel: durch starke Außenkommunikation können neue Zielgruppen angesprochen und • • • • • • • • Bremerhaven als Standort für Kultur attraktiv beworben werden
• Bremerhaven boomt mit attraktiver Kultur und durch identitätsstiftende Kulturangebote
• Durch Aufbruch und Zusammenhalt wird vieles gemeinsam erreicht
• Eine zentrale Informationsplattform informiert über kulturelle Angebote und Termine
• Durch Vernetzung der Kultur können möglichst viele Bremerhavener/-innen einbezogen wer­den (sozial, nach Altersgruppen, auch Zuwanderer)
• Potentiale bieten ein Forum für Kul­tur sowie Treff­punkte für den Austausch
• Kultur als Motor des Generationenwandels: Wecken der Interessen junger Menschen für Kultur und somit Verankerung in der Stadt
• Ermöglichung einer jungen, urbanen Kultur durch Mitbestimmung gerade junger Men­schen sowie der Studierenden
• Zusammenarbeit von Bildung, Kultur, Wirtschaft und Wis­senschaft führt zu einer „Kultur- und • • • • • • • • • • Wissenschaftsstadt Bremerhaven“ mit dementspre­chenden Studienangeboten
• Verbindung von Bildungs- und Kulturarbeit in Kitas und Schulen (z.B. „Schulkulturwochen“)
• Strukturen der Politik und Verwaltung: durch den Einbezug des Landes Bremen und des Umlandes kann die Bremerhavener Kultur ge­stärkt werden
• Veränderung der Trägerstruktur (Landesebene, aber auch regional, kom­munal)
• Wahrnehmung von Kultur als harter Standortfaktor

Risiken

• Konzentration auf die Havenwelten
• Senkung des Niveaus aufgrund permanenter Unterfinanzierung
• Künstler werden in Zukunft weniger gehört
• Verpasste Chancen: kreatives Potential wird nicht genutzt, durch zu wenig Bildung wird we­niger Kultur ver­mittelt, das Interesse und Bewusstsein für Kultur sinkt
• Verlust der Vielfalt: Menschen und ganze Gruppen nehmen nicht teil (Jugendliche, Migran­ten, Finanzschwache), andere Kulturen werden nicht in die Stadt integriert
• Das Ehrenamt wird nicht anerkannt und ist nicht konstant, der Nachwuchs fehlt
• Sparzwänge und eine schlechte wirtschaftliche Entwicklung gefährden die Kul­tur zusätzlich
• Gesellschaftspolitische Entwicklungen: Behinderung der Kunst führt langfristig zum Wegfall demokratischer und gesellschaftlicher Grund­lagen
• Überreglementierung und zu starre Strukturen
• Kommerzialisierung bzw. Funktionalisierung der Kultur
• Stadtplanung und Stadtentwick­lung wird ohne die Kultur „gedacht“
• Besonders erfreulich war es, dass auch VertreterInnen von nahezu allen Fraktionen an der
• Zukunftswerkstatt teilnahmen, wodurch die Verankerung in die Politik gewährleistet ist.
• Die einzelnen Module der Zukunftswerkstatt werden vorgestellt. Dabei ist entscheidend, dass es sich hierbei um einen völlig offenen Prozess handelt.

Die Begeisterung über den Erfolg des Bürgerforums vom 1. Februar 2017 war groß. Die Beteiligung der Bürger wurde überschwenglich gelobt und die Lenkungsgruppe war sich sicher "alles ab jetzt, ist Zukunft!" (Bernd Glawatty)

 

Am 7. April 2017 fand ein weiteres Treffen der Lenkungsgruppe statt, bei dem alle Mitglieder ihre Ideen und Überlegungen zu den einzelnen Themen der Zukunftswerkstatt mitteilen konnten. Die kommenden Termine zu Impulsvorträgen wurden besprochen und das weitere Vorgehen in einzelnen Fällen geplant.

Rege Gesprächsthemen waren die interkulturelle Öffnung der Stadt für Zugewanderte und welche Vorteile die Stadt Bremerhaven Bürgerinnen und Bürgern bieten kann, um ihr Kulturangebot attraktiver zu machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist alles andere als einfach die Wünsche und Vorstellungen für die kulturelle Entwicklung einer Stadt zu formulieren. Am 17. Mai 2017 haben es dennoch einige engagierte Bürger in Angriff genommen. Heraus kamen dabei kreative, ausgefallene und konkrete Ideen, die junge Bremerhavener animieren köönten mehr am kulturellen leben teilzuhaben.

Die Gastredner Niklas Piatkowski, Jonas Niedergesäß, Moritz Schmeckies und Carlotta Bastian plauderten aus dem Nähkästchen, über tolle Ideen, mehrere Anläufe, Misserfolge und den Willen weiter zu machen. An runden Tischen wurden Vorschläge ausgearbeitet, dabei heraus kamen z.B. eine Kletterhalle oder auch ein „Schiff der Träume“. Alles in allem werden sich mehr Flächen zur freien Entfaltung gewünscht. Wie auch immer diese geartet sein mögen.

 

 

 

Unter dem launigen Motto „Pimp up your Ehrenamt“ hat die Leiterin der Bremer Freiwilligenagentur, Birgitt Pfeiffer, am 22. Mai im Marschenhaus einen lebendigen und höchst informativen Vortrag zum Thema Ehrenamt gehalten. Zahlreiche praktische Tipps und Fragen wurden angesprochen, die bei der Gewinnung von Mitstreitern in ehrenamtlichen Vereinen und Einrichtungen hilfreich sind. So sind die vier Hauptmotivationen, warum sich Menschen im Ehrenamt engagieren:

- Spaß haben
- Menschen treffen
- Gesellschaft mitgestalten
- Generationen treffen

Vor der Suche nach neuen Mitgliedern empfiehlt Birgitt Pfeiffer den Vereinen, sich Gedanken über das eigene Image zu machen und darüber, was sie zu bieten haben. Fragen wie: „Was war der Ausgangspunkt, von dem aus wir uns gegründet haben?“, „Welche Erfolge gab es und was haben wir bisher geschafft?“ helfen dabei. Freiwilligenarbeit sollte systematisch entwickelt werden, Suchprofile von geeigneten Personen entworfen werden, um so an der richtigen Stelle zu suchen.

Die ehrliche Beantwortung der Frage: „Würdest Du Deinem Freund, Deinen Kindern oder Deinen Nachbarn ein Engagement in Deinem Verein empfehlen?“ kann manchmal Augen öffnen…

Thorsten Kausch (u.a. Geschäftsführer der Hamburg Marketing GmbH von 2006-2016) hielt einen inspirierenden Vortrag über die Bedeutung der Kultur im Stadtmarketing, den Wettbewerb um Menschen und Unternehmen und, dass bereits kleine Veränderungen das Flair einer Stadt entscheidend beeinflussen können.

Zu einem Gespräch waren außerdem Raymond Kiesbye (Geschäftsführer Erlebnis Bremerhaven) und Kathrin Briese (Kurverwaltung Wurster Nordseeküste) dort.

 

Zum Thema Imagewandel als Kultur- und Wissenschaftsstadt ludt das Kulturamt Prof. Oliver Scheytt (ehemaliger Kulturdezernent der Stadt Essen und Geschäftsführer von Ruhr. 2010) ein einen Vortrag zu halten, der den Titel „Wie gelingt der Imagewandel?“ trug.

Die Teilnehmerzahlen waren auch dieses Mal überwältigend und die Diskussionsbereitschaft inspirierend.

 

 

 

 

 

 

Download: Thesen für Bremerhaven - Prof. Oliver Scheytt(PDF 93,1 KB)ReadSpeaker

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