Kazuyo Nozawa studierte Gesang und Komposition in Tokio und Wien. Von 1978 bis 2010 war sie Mitglied des Opernchores des Stadttheaters Bremerhaven. Für ihre Kompositionen erhielt sie Auszeichnungen und Kompositionspreise in Mannheim, Köln, Mailand und Wien. Ihre große Liebe gilt den Werken des Malers Paul Klee. Viele ihrer Kompositionen wurden von seinen Bildern inspiriert. Seit 1987 sind in der Serie „Paul Klees Atelier“ über 20 Stücke für verschiedene Besetzungen entstanden. Sie sind mittlerweile Bestandteil des Archivs des Bremer Kunstmuseums „Zentrum Paul Klee“.

Gemeinsam mit dem langjährigen Bremerhavener Generalmusikdirektor Stephan Tetzlaff begründete Kazuyo Nozawa die Konzertreihe „Musikalische AufBrüche“, die sich der zeitgenössischen Musik widmet. Die Veranstaltungsreihe repräsentiert eine Zusammenarbeit von Stadttheater Bremerhaven, Kulturamt und Deutschen Auswandererhaus. Wichtiges Anliegen für Kazuyo Nozawa ist auch die Musikvermittlung an junge Menschen. Sie ist Mitglied des „ambi“ (Abenteuer Musik Bremerhaven Initiative), das sich der Nachwuchs-förderung widmet. Für die Kinder Bremerhavens komponierte sie das musikalische Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“, das 2014 in einem Familienkonzert des Stadttheaters Bremerhaven aus der Taufe gehoben wurde.

Für das Ballettensemble des Stadttheaters Bremerhaven schrieb Kazuyo Nozawa das Ballett „Sieben Samurai und die Dame Kokoro“, das Chefchoreograph Sergei Vanaev in der Spiel-zeit 2008/2009 auf die Bühne brachte. Zu ihren weiteren wichtigen Kompositionen gehören die Liederzyklen „Die 13 Monate“ nach Gedichten von Erich Kästner und „Die ästhetischen Wiesel“ nach Christian Morgenstern. Für das Flötenduo Iris Höfling und Anna Svejdova komponierte Kazuyo Nozawa das Stück „Schneehühner“, welches durch ein Gemälde von Paul Klee inspiriert wurde. Es wurde 2014 in einem Kammerkonzert von den beiden Musikerinnen uraufgeführt.

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