Uwe Klimaschefski

Uwe Klimaschefski, der 1938 in Bremerhaven geboren wurde, gehörte zu den Fußballspielern der ersten Stunde der Bundesliga. Von 1958 bis 1960 trat er in 56 Oberligaspielen für den legendären TuS Bremerhaven 93 gegen das runde Leder. Später zog es Klimaschefski in die 1. Bundesliga, wo er für Herta BSC Berlin und den 1.FC Kaiserslautern auflief. Als Trainer hält das „krummbeinige Raubein“ bis heute den Rekord mit den meisten Zweitligaspielen (404).

„Klima“ wuchs als Sohn eines Hafenarbeiters zunächst in Leherheide, später dann in Lehe, in der Eupener Straße 31, auf. Von dort aus ist es nur einen Katzensprung zum Zollinlandplatz, dem „Zolli“. Als Zehnjähriger trat er der Jugendabteilung des TuS 1893 bei. Während seiner Zeit bei „93“ erzielte der Verteidiger elf Tore. 1961 verließ er die Seestadt und spielte bis 1963 für Bayer 04 Leverkusen, mit dem er als „Meister“ auch in die Fußball-Oberliga West aufstieg. Nachdem die 1. Fußball Bundesliga gegründet wurde und Leverkusen keine Aufnahme darin fand, wechselte Klimaschefski. Zunächst zu Herta BSC Berlin und später dann zum 1.FC Kaiserslautern, an den „Betzenberg“. Hier bildete er u. a. mit Otto Rehhagel die raubeinigste Abwehr der Liga, die so genannten „bösen Buben vom Betzenberg“.

Von 1970 bis 1994 arbeitete Klimaschefski als Trainer in Deutschland, Israel und der Schweiz. Immer wieder, insgesamt fünf Mal, landete er dabei in Homburg. Bis heute zählt er zu den kuriosesten Vertretern seiner Zunft. Fast schon legendär waren seine unorthodoxen Trainingsmethoden und die Sprüche, die Uwe Klimaschefski der Presse gegenüber von sich gegeben hat. So sagte er beispielsweise auf einer Pressekonferenz nach einer Niederlage: „Keine weiteren Fragen, ich muss jetzt zu meinen Spielern, die sind so blind, dass sie ohne mich nicht den Weg von der Kabine zum Bus finden.“ Ein anderes Mal schwärmte er von den 50-Meter-Pässen seiner Mannschaft, fünf Meter weit und 45 Meter hoch.

Uwe Klimaschefski lebt heute mit seiner Familie in seiner neuen Wahlheimat Homburg im Saarland. Er ist jedoch regelmäßig zu Gast in Bremerhaven, die alten „93er“ treffen sich auch heute noch vier Mal im Jahr in der Stadt.

Text: Marco Butzkus

Quellen: Wikipedia, Spiegel Online

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