Das Wort Volksgemeinschaft benutzten die Nationalsozialisten sehr oft in ihrer Propaganda. Die Idee war eine harmonische Gemeinschaft der Deutschen. Dies schloss allerdings alle anderen aus: wer nicht dazugehörte, wurde „Volksschädling“ genannt. 

Der Nationalsozialismus war durch und durch rassistisch. Er teilte alle Menschen in verschiedene Rassen ein. Die sogenannten „Arier“, zu denen sich die Deutschen selbst zählten, betrachteten die Nationalsozialisten als die beste und stärkste Rasse. Sie hatte für die Nationalsozialisten mehr Wert und mehr Rechte. Vielen Menschen, die nicht als vollwertige „Arier“ galten, verweigerten die Nationalsozialisten sogar das Recht zu leben. 

Juden: Der Hass auf Juden heißt Antisemitismus. Die Ausgrenzung und spätere Ermordung der Juden haben wir in einem eigenen Themenschwerpunkt bearbeitet.

Sinti und Roma: Sie wurden und werden oft auch "Zigeuner" genannt. Sinti und Roma empfinden dieses Wort als abfällig und möchten nicht so benannt werden. In Deutschland gab es 1933 etwa 30.000 Sinti und Roma. Ihre Rechte wurden sehr stark eingeschränkt. Ehen zwischen „Zigeunern“ und „Ariern“ waren verboten. Viele Sinti und Roma wurden gegen ihren Willen unfruchtbar gemacht und konnten keine Kinder mehr bekommen. Ab 1935 errichteten die Nationalsozialisten Lager für Sinti und Roma, in denen sie festgehalten wurden. Auch im Krieg mussten Sinti und Roma Zwangsarbeit leisten. 1943 wurden 20.000 Sinti und Roma nach Auschwitz (siehe unten) gebracht. Viele wurden sofort durch Giftgas in Gaskammern getötet. Viele Häftlinge starben auch durch Hunger, Krankheiten, Folter und medizinische Versuche.

Kranke und Behinderte galten als „minderwertige" Menschen, da sie nicht arbeiteten und ihre Versorgung Geld kostete. Die Nationalsozialisten sagten, dass Behinderungen vererbt werden. Deshalb wurden ca. 400.000 Menschen zwangssterilisiert, d.h. sie konnten keine Kinder mehr bekommen. Die Nationalsozialisten behaupteten auch, dass der Tod für Kranke und Behinderte besser sei als das Leben. Ungefähr 200.000 Behinderte und Kranke wurden ermordet (Euthanasie). 

Homosexuelle Menschen lieben einen anderen Menschen gleichen Geschlechts. Weil Homosexuelle keine Familien gründen und Kinder bekommen durften, wurden sie als Gefahr angesehen. Diese Sicht gab es aber auch schon vor 1933 und nach 1945. Die Nationalsozialisten verschärften die Gesetze gegen sie. Zwischen 5.000 und 15.000 homosexuelle Männer wurden während des Nationalsozialismus in Konzentrationslager gebracht. Viele wurden dort ermordet.

„Asoziale“ und „Arbeitsscheue“ wurden Menschen genannt, die keiner geregelten Arbeit nachgingen: Landstreicher, Prostituierte, Menschen mit Geschlechtskrankheiten, sogenannte „Trinker“ und auch Arbeitslose, die nicht sofort neue Arbeit fanden. Ab 1937 wurden mehr als 10.000 von ihnen in Konzentrationslager verschleppt, um dort Zwangsarbeit zu leisten. Die Nationalsozialisten behaupteten, dass das „Asozial-Sein“ vererbbar sei. Darum wurden viele von ihnen zwangssterilisiert.

Andersdenkende stellten den Nationalsozialismus in Frage. Sie diskutierten und überlegten, wie sie die Menschen von ihren Vorstellungen einer anderen Gesellschaft überzeugen können. Dazu gehörten Menschen aus - später verbotenen - anderen Parteien, Gewerkschaften oder Kirchen. Viele von ihnen wurden in Konzentrationslagern inhaftiert und dort misshandelt oder ermordet.

Konzentrationslager (KZ) und Vernichtungslager

Schon 1933 wurden die ersten Konzentrationslager eingerichtet. Politische Gegner, Kritiker und Unangepasste wurden eingesperrt. Sie mussten Zwangsarbeit leisten und waren völlig ohne Rechte. Damit waren sie Gewalt, Unterversorgung und Krankheit schutzlos ausgeliefert.

Im 2. Weltkrieg (ab 1939) wurden in den von Deutschland besetzen Gebieten im Osten Vernichtungslager gegründet. Die hierhin verschleppten Menschen wurden häufig sofort umgebracht. Auschwitz war ein Konzentrationslager und ein Vernichtungslager in Polen. Man schätzt, dass mehr als drei Millionen Menschen in Vernichtungslagern ermordet wurden.

Hier(PDF 363,5 KB)ReadSpeaker docReader Icon finden Sie eine Übersicht der Buslinien und Haltestellen zu den einzelnen Stationen.

Ort: Bürgermeister-Smidt-Str. 57

Ort: Brückenhaus beim Deutschen Auswandererhaus

Ort: An der Karlsburg 4

Ort: Deichstr. 37 (Goetheschule)

Ort: Heideschulweg 9

Ort: Langener Landstr. 248

Ort: Hafenstr. 122 (Schule am Ernst-Reuter-Platz)

Ort: Ecke Spadener Straße/Lotjeweg

Buchtstr. 30 (SB-Wollmarkt)

Friedrich-Ebert-Str. 10 (Wilhelm-Raabe-Schule)

Anrede

* Pflichtfeld