Welche Überzeugungen hatten die Nationalsozialisten?

1924 schrieb Adolf Hitler im Gefängnis sein Buch „Mein Kampf“. Er erklärte darin vier Ideen, die er für seine Partei für sehr wichtig hielt:

  • Die Demokratie abschaffen.
  • Die Deutschen in „Volksgenossen“ und „Volksschädlinge“ einteilen.
  • Keine Juden mehr in Deutschland.
  • Einen neuen Krieg gegen die Gegner Deutschlands aus dem 1. Weltkrieg.

Nationalisten glauben, Ihre eigene Nation ist besser und wichtiger als andere Nationen. Die deutschen Nationalsozialisten sagten: Die Deutschen sind Arier. Sie glaubten, Arier sind eine besonders wertvolle Rasse. Die Nationalsozialisten wollten eine arische Volksgemeinschaft. Und sie wollten entscheiden: Wer gehörte dazu? Und wer gehört nicht dazu?

Warum waren die Nationalsozialisten erfolgreich?

In der Wirtschaftskrise 1929 verloren viele Menschen ihre Arbeit. Hitlers Nationalsozialisten versprachen ihnen neue Arbeit, Sicherheit und Aufschwung. Viele Menschen nahmen in Kauf, dass dafür demokratische Rechte und Freiheiten abschafft werden sollten.

Hitler und seine Anhänger hassten die Weimarer Republik, die erste echte Demokratie, die es in Deutschland gegeben hat. Die Nationalsozialisten, aber auch viele andere Deutsche, lehnten die Demokratie und das Parlament grundsätzlich ab. So dachten viele Menschen, dass nicht das Parlament die Probleme lösen könnte, sondern vielleicht ein einzelner „starker Mann“ wie früher der Kaiser. Hitler wurde darum von den Deutschen der „Führer“ genannt.

Die Nationalsozialisten übernehmen die Macht

Zwischen 1930 und 1933 wählten die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland vier Mal ein neues Parlament. Reichspräsident Paul von Hindenburg hatte das Parlament gleich mehrmals aufgelöst. Die Abgeordneten mussten dann jedes Mal neu gewählt werden.

Bei den Wahlen im Juli 1932 war die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) sehr erfolgreich. Sie bekam mehr als jede dritte Stimme von den Wählerinnen und Wählern. Sie war die Partei mit den meisten Stimmen. Die SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) bekam 22 Prozent der Stimmen. Die KPD (Kommunistische Partei Deutschland) bekam 15 Prozent.

Hitler wollte Reichskanzler werden. Hindenburg mochte Hitler eigentlich nicht. Aber er hörte auf seine Berater. Sie sagten zu ihm: „Hitler soll Reichkanzler werden. So können wir ihn am besten kontrollieren.“ Hindenburg ernannte am 30. Januar 1933 Hitler zum Reichskanzler. Er wurde dabei von vielen Deutschen unterstützt.

Danach wurden politische Gegner und Gegnerinnen aus ihren Ämtern verdrängt, aber auch zusammengeschlagen, verhaftet, in Konzentrationslager eingewiesen oder sogar ermordet. Am 27. Februar 1933 brannte der Reichstag und gab den Nationalsozialisten die Gelegenheit, weitere Terrormaßnahmen durchzusetzen. Um gezielt politische Gegner und Gegnerinnen zu verfolgen und Terror gegen Juden auszuüben, richteten sie eine parteitreue und außergesetzliche zweite Polizei, die Hilfspolizei, ein. Sie bestand aus 50.000 Mitgliedern der NSDAP und anderen nationalsozialistischen Organisationen, ausgerüstet mit Pistolen und Gummiknüppeln.

Unterstützer Hitlers übernahmen wichtige Positionen in Verwaltungen, Schulen, Militär, Medien und Wirtschaft. Fast täglich wurden neue Verordnungen und Gesetze im Sinne der NSDAP erlassen. Die NSDAP wurde zur einzigen Partei des Staates, alle anderen Parteien wurden verboten.

Hier(PDF 382,9 KB)ReadSpeaker docReader Icon finden Sie eine Übersicht der Buslinien und Haltestellen zu den einzelnen Stationen. 

Ort: Friedrich-Ebert-Straße 1b

Ort: Hinrich-Schmalfeldt-Str.  30, Stadthaus 1 (unter den Arkaden)

Ort: Hinrich-Schmalfeldt-Str., Stadthaus 6

Ort: Hafenstr. 122 (Schule am Ernst-Reuter-Platz)

Ort: Heidacker 13 (Kulturladen)

Ort: Am Geestevorhafen (Radarturm)

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