Unter dem Namen Liese-Lotte Helene Berta Bunnenberg wurde Lale Andersen am 23. März 1905 in Bremerhaven (damals Lehe), Lutherstraße 3, als Tochter eines Schiffsstewards geboren. Mit dem Lied „Lili Marleen" wurde die Bremerhavenerin weltberühmt.

Das Lied wurde von April 1942 an über den Soldatensender Belgrad verbreitet und zur „Internationalen" der Soldaten des Zweiten Weltkrieges. Die Waffen schwiegen an den Fronten, wenn kurz vor 22.00 Uhr „Lili Marleen" erklang. Das Lied wurde in 80 Sprachen übersetzt und es existieren zahlreiche Nach- und Umdichtungen. Geschrieben hat „Lili Marleen" der Dichter Hans Leip aus Hamburg im Jahr 1915, bevor er an die Front musste. Weder Lied noch Sängerin sind „Produkt" der Nazi-Propaganda. Im Gegenteil: Lale Andersen erhielt 1942 Auftrittsverbot wegen ihrer Kontakte zu Schweizern Künstlern, die Juden waren.

Text: Marco Butzkus

Zum Weiterlesen:

Gisela Lehrke „Wie einst Lili Marleen...", Henschel Verlag, Berlin 2002

In der ARD Reihe LEGENDEN gibt es von Britta Susann Lübke, Radio Bremen, einen Dokumentarfilm über Lale Andersen.

Wikipedia

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