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Zum Wohle der Patientinnen: Kassen und Klinikum einigen sich über Brustzentrum

Gute Nachricht für die Patientinnen des Brustzentrums am Klinikum Bremerhaven Reinkenheide (KBR): Im Konflikt um das Behandlungsrecht von Chefarzt Prof. Dr. Wolfgang Friedmann haben sich die Krankenkassen und das KBR geeinigt. Ergebnis: Die krebskranken Frauen können in Friedmanns Tagesklinik weiterhin eine Behandlung aus einer Hand erhalten.

Stadtrat Melf Grantz, Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums: „Beide Seiten haben eine schnelle und unbürokratische Lösung gefunden, bei der das Wohl der Patientinnen im Mittelpunkt steht." Hintergrund: Nachdem ein niedergelassener Arzt Widerspruch gegen die ambulante Behandlungsermächtigung für Friedmann angemeldet hatte, wollte das zuständige Gremium der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) darüber erst am 15. Februar entscheiden. Die heftigen öffentlichen Reaktionen der vergangenen Tage führten jedoch dazu, dass sich Krankenkassen und Krankenhaus schon jetzt an einen Tisch setzten und eine Einigung erzielten.


Danach erklären sich die Kassen bereit, einer Erhöhung der Behandlungskapazität in der onkologisch-gynäkologischen Tagesklinik von Prof. Dr. Friedmann zuzustimmen und damit die Finanzierung zu sichern. Zusätzliche Kosten sollen nicht entstehen. „Damit haben die Patientinnen wie bisher die Möglichkeit, sich über den gesamten Krankheitsverlauf im Brustzentrum Reinkenheide betreuen zu lassen oder wahlweise auch zum niedergelassenen Onkologen zu gehen", erläutert die Medizinische Geschäftsführerin des Klinkums Reinkenheide, Dr. Edith Kramer. Für die betroffenen Frauen sei es besonders wichtig, während ihrer Krankheit von einem Arzt ihres Vertrauens behandelt zu werden. Die Geschäftsführerin: „Dieses Problem ist auch von den Krankenkassen erkannt worden."

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