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Zukunft der Neuen Aue: Viel Raum für Mensch, Natur, Wohnen und Leben

Die Planungen und Entwicklung des im Leher Westen gelegenen Gebietes „Neue Aue“ sorgte bei Anwohnern, Kleingartennutzern und Naturfreunden in der Stadt seit gut einem Jahr für sorgenvolle Mienen. Für den stark bebauten Stadtteil Lehe ist die Aue-Niederung ein wichtiges Naherholungsgebiet. Für viele Kleingärtner und Grabelandpächter ist es ein privates Rückzugsparadies zwischen Hafen uns Stadt. Mit der Präsentation zum Entwicklungskonzept „Neue Aue“ sollten diese Ängste genommen werden. Fazit: Es geht um Ideen für die zukünftige Flächennutzung des Gebietes, an deren Entwicklung die Bürgerinnen und Bürger der Stadt beteiligt werden sollen.

Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger waren in die „theo“ gekommen, um sich darüber zu informieren, was das durch die Stadt beauftragte Planungsbüro „p+t“ an Ideen und Fakten erarbeitet hat, um die Zukunft des Areals zu gestalten. Wichtigste Botschaft der Präsentation: Lediglich 13 Hektar der Gesamtfläche von 104 Hektar, ausschließlich in Randlage zu bestehenden Wohngebieten, werden für eine mögliche Bebauung ins Auge gefasst.

Das Gebiet, das zwischen dem Hafenrand im Westen, der Steinkämpe im Norden, der Batteriestraße im Süden und Gaußstraße im Osten liegt, bietet viel Raum, um Mensch und Natur Leben und Wohnen zu ermöglichen. Es dient den Menschen in Lehe als wichtiges Naherholungsgebiet. Zudem bewirtschaften dort noch viele Kleingärtner und Grabelandnutzen eine Parzelle. Darüber hinaus bietet es Platz für notwendige Kompensationsflächen, die für die zukünftige Stadtentwicklung benötigt werden. Letztlich möchte Bremerhaven weiter wachsen, und auch hier soll die „Neue Aue“ helfen – als potenzielles Neubaugebiet. Es gibt dort allerdings auch einige Probleme zu bewältigen. Dazu gehören unter anderem aufgegebene Gartenparzellen, wilde Müllkippen und eine sehr schlechte Gewässerqualität der Aue sowie ein undurchlässiges und übersichtliches Wegesystem.

Das von dem Bremer Planungsbüro erstellte Entwicklungskonzept nimmt sich dieser Wünsche und Probleme an. Oberbürgermeister Melf Grantz begrüßte dabei vor allem, dass das wohl von vielen Bürgern befürchtete, flächendeckende Neubaugebiet ausbleibe. Damit dürften die Befürchtungen vieler Anwohner und Pächter, ihr kleines Paradies werde angegriffen, wohl entkräftigt sein. Einen für viele überraschend großen Raum fanden die Renaturierung der Aue und die perspektivischen Kompensationsflächen, die in dem Gebiet vorgesehen werden. Der weitere Entwicklungsprozess um die Neue Aue bleibt also spannend. OB Grantz sagte hierzu die weitere Bürgerbeteiligung zu.   Marco Butzkus

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