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Winterarbeiten liegen im Zeitplan

Museumsschiff FMS „GERA“ erhält neue Decksversiegelung

Seit vier Monaten ist das Achterdeck der „GERA“ im Schaufenster Fischereihafen unter einem großen Zelt verschwunden. Im Schutz wetterfester Planen werden hier sensible Arbeiten durchgeführt, die keiner Nässe ausgesetzt werden dürfen. Wie in jedem Winterhalbjahr nutzt das Historische Museum Bremerhaven die Winterpause, um wichtige Instandhaltungsarbeiten am letzten deutschen Seitentrawler durchzuführen.

„Wir erneuern die Versiegelung der Fugen zwischen den Holzplanken auf dem Achterdeck“, erläutert Museumsdirektorin Dr. Anja Benscheidt die Restaurierungsmaßnahme der letzten Monate. „Einige Versiegelungen zeigten altersbedingte Risse, durch die Feuchtigkeit eindringen kann. Daher mussten wir dringend handeln, um das Deck zu konservieren“. In mühsamer Handarbeit wurde von Museumsmitarbeitern die Versiegelung aus einer silikonhaltigen Masse zwischen den einzelnen Planken herausgefräst. Anschließend wurden die Fugen gesäubert, ein Textilband eingelegt und die Fugen neu versiegelt.

Insgesamt sind dies etliche hundert Meter Fugen, die auf dem Holzdeck bearbeitet werden müssen“, erklärt die Museumschefin. „Aber bis zur Saisoneröffnung am 28. März werden die Arbeiten rechtzeitig abgeschlossen sein“. Bis dahin muss das gesamte Holzdeck noch abgeschliffen und zweimal geölt werden. Das Museum hofft, dass sich die aufwändigen Arbeiten auszahlen und der Holzbelag auf dem Achterdeck noch weitere Jahre der Witterung trotzen wird. Im letzten Winterhalbjahr wurde mit finanzieller Unterstützung des Europäischen Meeres- und Fischereifonds der Holzbelag des Fangdecks auf dem Vorschiff komplett erneuert. Kosten der Maßnahme: Rund 250.000 Euro.