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Varianten bei Corona-Ausbrüchen in Bremerhaven bestätigt

Die Erwartung des Leiters des Bremerhavener Gesundheitsamts und des Bremerhavener Krisenstabs Ronny Möckel, dass es sich bei jüngsten Ausbrüchen von Corona-Infektionen um Varianten einer Mutation handeln könnten, sind durch neue Laborbefunde bestätigt worden.

Eine aktuell vorliegende Befund-Übersicht des in Bremerhaven ansässigen Labors „Impetus-bioscience“ erbrachte den Nachweis einer Mutation (N501Y), die in drei Varianten vorkommt, der britischen, der südafrikanischen und der brasilianischen.

Betroffen sind zwei Fisch verarbeitende Betriebe mit einmal zwei und einmal 14 Nachweisen. Durch die betroffenen Unternehmen erfolgt unverändert ein 100% Monitoring durch tägliche Schnelltests. Die vereinbarten verschärften Hygiene- und Quarantänemaßnahmen werden umgesetzt.

Der aktuelle Befund beweist das Vorliegen einer veränderten Virusvariante (VOC). Eine genauere Spezifizierung auf den Subtyp (englisch, südafrikanisch, brasilianisch) gelang bisher nicht. Die gezielte Untersuchung auf Varianten wird nach Angaben von Möckel intensiviert. Ein weiteres in Bremerhaven ansässiges Labor teilte mit, ab kommender Woche auch Ziel-PCR durchführen zu können. Das Gesundheitsamt wird dann nach Möglichkeit jede positive Probe einer Ziel PCR unterziehen, mit der Varianten der Mutation nachgewiesen und verfolgt werden können. Für erfreulich hält es Möckel, dass die Neuinzidenzen in den bekannten Ausbrüchen der Lebensmittelindustrie deutlich rückläufig sind. „Es zeigt sich, dass die ergriffenen Maßnahmen aktuell, trotz Vorliegen einer VOC, augenscheinlich erfolgreich sind“, erklärt der Bremerhavener Amtsarzt. Allerdings rechnet er damit, dass bei Ausbrüchen in anderen Bereichen weiter Varianten der Mutation auftreten können.

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