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Teststrategie in Bremerhaven

Impfkapazitäten werden ausgebaut

In Bremerhaven wird mit der Hilfe des Kreisverbands des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ein Testzentrum zunächst Am Parkbahnhof für Schnelltests auf das Coronavirus SARS-CoV-2 aufgebaut. Dies teilt Oberbürgermeister Melf Grantz mit. „Wenn es notwendig sein sollte, werden wir auch weitere private Testmöglichkeiten prüfen“, ergänzt er. Die für die Schnelltests notwendige erste Bestellung wurde bereits aufgegeben, spätestens kommende Woche (KW 11) soll die Lieferung erfolgen. „Die Testkapazitäten sind im ersten Schritt auf rund 10.000 Schnelltests pro Woche ausgelegt“, sagt Grantz, „die Planungen für ein zweites Testzentrum des DRK für den südlichen Stadtbereich sind ebenfalls weit fortgeschritten.“ Zugleich gibt es die Abstimmung mit der senatorischen Behörde für Kinder und Bildung, um Schnelltestmöglichkeiten in Kitas und Schulen auch in Bremerhaven aufzubauen. Der Bremerhavener Oberbürgermeister kritisiert in diesem Zusammenhang den Bundesgesundheitsminister, der in seiner „Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2“ zwar den Anspruch auf Schnelltests für alle angekündet hat, diesen Anspruch aber bereits im § 1 der Verordnung mit der Formulierung „im Rahmen der Verfügbarkeit von Testkapazität“ zurücknimmt. „Nun müssen wir Kommunen den Ausputzer für den Minister spielen“, erklärt Grantz und betont, dass „wir als Stadt alle Anstrengungen unternehmen, um das Versprechen anderer umzusetzen, weil wir es für sinnvoll erachten.“

Parallel zur Entwicklung einer Teststrategie wurde in Bremerhaven der Ausbau der Impfkapazitäten in Angriff genommen. Aktuell werden täglich rund 450 Erst- und Zweitimpfungen im Impfzentrum in der Stadthalle und mit mobilen Teams bewältigt. Mitte März soll die Kapazität in der Stadthalle auf 800 bis 900 Impfungen pro Tag ausgeweitet werden. Oberbürgermeister Grantz geht davon aus, dass die Erweiterung des Impfzentrums auf bis zu 1.600 Impfungen pro Tag durch den Aufbau zusätzlicher Impflinien im Foyer der Stadthalle bereits Ende März erreicht wird.

Für die Ausweitung zusätzlicher Impfungen durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sind noch bundesgesetzliche Regelungen notwendig. „Dennoch suchen wir in enger Abstimmung mit der Vertretung der KV in Bremerhaven, schneller Möglichkeiten für das Impfen in Praxen der niedergelassenen Ärzteschaft zu eröffnen,“ so Grantz. Größere Lieferungen mit den Impfstoffen sollen nach Meinung des Oberbürgermeisters nicht zwischengelagert werden, sondern so schnell wie möglich an die Personen, die geimpft werden wollen, verimpft werden.

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