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STÄWOG erhält Preis Soziale Stadt 2019: OB Grantz gratuliert

Die STÄWOG hat sich mit dem Projekt „Gegen den Strom - Soziale Stadt Wulsdorf 1999 - 2019“ um den Bundespreis Soziale Stadt 2019 beworben und sich gegen 30 Mitbewerber durchgesetzt.

„Ich freue mich sehr, dass die STÄWOG mit dem Projekt „Gegen den Strom - Sozial Stadt Wulsdorf“ den Preis Soziale Stadt gewonnen hat und gratuliere dem Geschäftsführer Sieghard Lückehe und seinem Team ganz herzlich“, so Oberbürgermeister Grantz zur gestrigen Preisverleihung in Berlin.

„Mit dem Gewinnerprojekt zeigt die STÄWOG Bremerhaven anschaulich, wie sich ein Stadtteil über viele Jahre verändert. Es wird zudem deutlich, dass erfolgreiche Stadtentwicklung nur in Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort, den Kommunen und unter Beteiligung der Mieterschaft gelingt,“ so der Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V. „Wieder einmal zeigt sich, dass die STÄWOG als städtisches Unternehmen seine Verantwortung für die Stadt in herausgehobener Stellung wahrnimmt und wie wichtig es ist, bei solchen Projekten die Akteure und Kooperationspartner im Quartier frühzeitig und dauerhaft mit einzubinden,“ betont Grantz, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der STÄWOG ist.

Hintergrund:

Ende der 1990er Jahre stand die Siedlung Wulsdorf-Ringstraße, entstanden aus dem Barackenräumprogramm nach dem Zweiten Weltkrieg, vor dem Abgrund. Fünfeinhalb Hektor Monotonie, triste Wohnblocks mit grauen, graffitibesprühten Wänden, hoher Wohnungsleerstand, Müll auf schmucklosem Abstandsgrün waren nur der sichtbare Teil des Problems. Das Quartier war zum sozialen Brennpunkt verkommen. Arbeitslosen- und Sozialhilfequoten lagen um ein vielfaches höher als im restlichen Stadtgebiet Bremerhavens. Gemeinsam mit den Bewohnern und einem Netzwerk von Kooperationspartnern ist die STÄWOG seit 1999 die architektonischen und sozialen Missstände angegangen. Statt des vielfach geforderten kompletten Abriss setzte sie auf teilweisen Rückbau, Neubau und innovative Weiterentwicklung der Gebäude – ein Ansatz der nicht nur die Bausubstanz, sondern auch die vorhandenen sozialen Strukturen schonte und bewahrte.

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