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Stadtrat Parpart: "Kosten der Wahlmitteilungen in leichter Sprache für Bremerhaven weitaus geringer als behauptet"

Die Kosten für die Übersetzung der Wahlmitteilungen für Bremerhaven betragen nicht 50.000 Euro. Das betont der Stadtrat für Menschen mit Behinderung, Uwe Parpart. Verschiedentlich war diese Zahl in lokalen Medien genannt worden. "Nach Rücksprache mit dem Landeswahlleiter hinsichtlich der anfallenden Kosten für die Übersetzung der Wahlmitteilungen in leichter Sprache stellte dieser klar, dass für Bremerhaven in keinem Fall die in Frage stehenden Summe von 50.000 Euro angefallen ist", so Parpart.

Der geringste Teil wurde für die Übersetzungen der vom Wahlbereichsleiter Bremerhaven übersandten Postwurfsendungen in alle Haushalte ausgegeben. Parpart: „Der größte Kostenanteil ist in Bremen angefallen, weil dort neben Informationen für die Bürgerschaftswahl auch alle Informationen über die Beiratswahlen in leichte Sprache übersetzt wurden.“

Die Gesamtkosten für das gesamte Land Bremen seien unter 50.000 Euro anzusiedeln. Ein Bruchteil davon sind die Gesamtkosten, die für Bremerhaven angefallen sind. Parpart: „Jeder Cent für die Übersetzung der Wahlunterlagen ist gut angelegt, wenn es dazu führt, dass alle Menschen mit Behinderungen und ohne Behinderungen, Migrantinnen und Migranten und ältere Menschen dadurch einen einfacheren Zugang zu ihren demokratischen Grundrechten bekommen.“

Keinesfalls sei dies ein Angriff an die Regeln der deutschen Sprache, sondern ein Verständlichmachen von veränderten Wahlmodalitäten (5 Stimmen), die bei falscher Anwendung dazu führen können, dass Wahlzettel ungültig sind. Der Stadtrat für Menschen mit Behinderung fordert mehr Toleranz für diesen Aspekt und begrüßt ausdrücklich, dass auch eine Großzahl der zur Wahl antretenden Parteien ihre Wahlprogramme in leichter Sprache zur Verfügung gestellt haben.

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