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Stadträtin: Auch in der Seestadt werden Kinder von Drogenabhängigen getestet

Als "völlig unbegründet" weist Gesundheitsstadträtin Brigitte Lückert die Kritik des CDU-Stadtverordneten Dr. Denis Ugurcu an ihrer Informationspolitik zum Thema Drogen und Kinder zurück. "Es kann überhaupt keine Rede davon sein", so die Dezernentin, "dass im Gesundheitsausschuss die Unwahrheit gesagt wurde." Auch in der Seestadt würden Kinder drogenabhängiger Eltern untersucht.

Ugurcu hatte dem Gesundheitsamt und dem Amt für Jugend, Familie und Frauen vorgeworfen, im Ausschuss am 7. September solche regelmäßigen Untersuchungen in Bremerhaven bestritten zu haben. Stadträtin Lückert verweist hingegen darauf, dass sie die Tests sowohl vor als auch während der Sitzung angekündigt habe. Inzwischen seien die Vorbereitungen in vollem Gange. Die Dezernentin: „Dieses Verfahren, das im Interesse des Kindeswohls unerlässlich ist, soll bis November abgeschlossen sein.“

Wie das Amt für Jugend, Familie und Frauen im Gesundheitsausschuss mitgeteilt hatte, seien dem Magistrat 20 Kinder aus elf drogenabhängigen Familien bekannt. Bei diesen Kindern soll jetzt durch Haartests festgestellt werden, ob sie mit Drogen in Kontakt gekommen sind. Stadträtin Lückert: „Die Ausrüstung für die aufwändigen Analysen, die jeweils 300 Euro kosten, ist vorhanden. Deshalb können sie so schnell wie möglich beginnen.“ Das Verfahren werde von einem Arbeitskreis mit niedergelassenen Ärzten in Zusammenarbeit mit dem Gesundheits- und dem Jugendamt begleitet.

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