Schulz zur Diskussion um Klimastadt: Keine Marke für Tourismus, sondern für Kompetenz

Der Titel "Klimastadt Bremerhaven" soll kein touristisches Markenzeichen sein, sondern für das Klimabewusstsein und die Klimakompetenz der gesamten Stadt stehen. Mit dieser Klarstellung tritt Oberbürgermeister Jörg Schulz dem Eindruck entgegen, dass Bremerhaven mit dem angestrebten Prädikat Touristen anlocken und für die Havenwelten werben wolle.

„Das ist ein völliges Missverständnis", betont Schulz zu einer Diskussionsveranstaltung der Grünen, in der sich Experten skeptisch über eine touristische Vermarktung des Klimastadt-Labels geäußert hatten. Der Oberbürgermeister: „Natürlich kommen keine Touristen nur wegen der Bezeichnung Klimastadt zu uns. Die kommen vor allem, weil die Stadt einzigartige Attraktionen und ein tolles maritimes Ambiente zu bieten hat." Dabei sei es für das Image und die Glaubwürdigkeit Bremerhavens durchaus von Vorteil, wenn es sich als Zentrum der Klimakompetenz über die Region hinaus einen Namen mache.


Ein solches Markenzeichen solle jedoch auf die ganze Stadt statt nur auf das Tourismusgebiet Havenwelten ausstrahlen. Der Klimagedanke müsse im Alltag der Verwaltung, der Bevölkerung und der Wirtschaft verankert werden. Bremerhaven wolle den Klimastadt-Titel durch die Zusammenarbeit eines breiten wissenschaftlichen und ökologischen Netzwerks erreichen, zu dem als Leuchttürme das Alfred-Wegener-Institut, das Klimahaus 8º Ost, die Hochschule und die Offshore-Windenergie gehörten. „Doch darüber hinaus wird Bremerhavens Klimakompetenz", so Schulz, „auch durch ökologische Erfolge der Hafenwirtschaft, der Lebensmittelindustrie oder der Wohnungsunternehmen bei der Gebäudesanierung in allen Teilen der Stadt deutlich."

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