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Schulsanierung in den Ferien: Über 4 Millionen Euro aus Konjunkturpaket

Seit Ferienbeginn herrscht in den Schulen sommerliche Unterrichtsruhe. Doch still geworden ist es in den meisten von ihnen keineswegs.In 26 der 40 Lehranstalten sind Handwerker angerückt, um Gebäude und Klassenräume auf Vordermann zu bringen - in diesem Jahr mit der Rekordsumme von mehr als vier Millionen Euro. Denn neben den üblichen Renovierungen stehen diesmal auch etliche Aus- und Umbauten an. Das Konjunkturpaket II macht's möglich.

Die Finanzspritze von Bund und Land, mit der die Wirtschaft wieder flottgemacht werden soll, sorgt in der Seestadt für einen Geldsegen von knapp 30 Millionen Euro. Fast die Hälfte davon fließt in die Schulen und Kindergärten. Die größten Brocken: die Fassadensanierung an den Gewerblichen Lehranstalten (2,7 Millionen Euro) und am Schulzentrum Geschwister Scholl (2,4 Millionen) sowie die Instandsetzung der Gorch-Fock-Schule (zwei Millionen). „Natürlich wird in den Sommerferien rangeklotzt, um dieses umfangreiche Bauprogramm möglichst weit voranzutreiben", sagt Lothar Wöhlken, Technischer Betriebsleiter des stadteigenen Wirtschaftsbetriebs Seestadt Immobilien.


Doch auch in den anderen Schulen wird nicht gekleckert. In den 26 Gebäuden in allen Stadtteilen sind die Bautrupps während der Sommerferien bei insgesamt 52 Einzelvorhaben am Werk. 4,2 Millionen Euro sollen in diesen sechs Wochen umgesetzt werden. Die Projektliste reicht von der Allmers- bis zur Veernschule, von moderner Energie- und Brandschutztechnik über Dacherneuerung bis zum Umbau der früheren Lessingschule als Integrierte Stadtteilschule Lehe (ISL).

Wenn Schüler und Lehrer nach den großen Ferien in die Schulen zurückkehren, sollen sie von den Arbeiten nichts mehr merken und nicht durch Staub und Lärm belästigt werden. Wöhlken: „Dafür sind enorme logistische Vorbereitungen nötig. Arbeitskräfte und Materialien müssen rechtzeitig bereitstehen, die Öffnung der in den Ferien verwaisten Gebäude ist sicherzustellen, und es muss das Reinigungspersonal eingeplant werden, um vor Schulbeginn die Spuren der Bauarbeiten wieder zu beseitigen."

Der Betriebsleiter ist zufrieden, dass die Mehrheitsfraktionen von SPD und CDU in ihrem Koalitionsvertrag bis 2011 die Fortsetzung des erfolgreichen Sanierungsprogramms für die Schulen besiegelt haben. Wöhlken: „Wir sind hier auf einem guten Weg. Allerdings gibt es auch noch viel zu tun."






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