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"Schnell tragfähige Lösung finden" - OB Grantz und Gesundheitsstadträtin Lückert zur Zukunft der Krankenhauslandschaft

Die Ankündigung der Stiftung DRK-Krankenanstalten Wesermünde, sich aus der Trägerschaft der DRK-Kliniken in Bremerhaven zurückziehen zu wollen, haben Oberbürgermeister Melf Grantz und Gesundheitsstadträtin Brigitte Lückert mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Beide treten dafür ein, nun möglichst schnell eine zukunftssichere Lösung für die Krankenhauslandschaft in Bremerhaven zu finden.

Grantz erinnert daran, dass die Stiftung DRK-Krankenanstalten Wesermünde vor noch nicht einmal einem Jahr mit der Übernahme des St.-Joseph-Hospitals ausdrücklich Verantwortung für den Krankenhausstandort Bremerhaven übernommen hat. „Mich wundert es sehr, dass plötzlich nach so kurzer Zeit erklärt wird, die damit gesteckten Ziele nicht erreichen zu können“, sagt Oberbürgermeister Grantz. „Ich bedauere diesen Schritt außerordentlich.“

Für Stadträtin Brigitte Lückert ist die Veranstaltung zur Feier des 50jährigen Jubiläums der Stiftung im Mai 2013 noch sehr präsent, bei der davon gesprochen wurde, durch die „Konzentration der Behandlungsleistungen“ der beiden Kliniken St.-Joseph und Bürgerpark die Attraktivität des Medizinstandorts Bremerhaven erhöhen zu wollen. „Die Herausforderung, von der bei dem Festakt der Stiftung gesprochen wurde, ist nun überraschend schnell aufgegeben worden. Das zeugt nicht gerade von langem Atem und klugem unternehmerischen Handeln“, lässt sich die fürs Gesundheitsamt zuständige Dezernentin Brigitte Lückert zitieren.

Die Stadt Bremerhaven werde in enger Abstimmung mit dem Land und Gesundheitssenator Dr. Hermann Schulte-Sasse prüfen, welche Schritte notwendig seien, damit auch die Zukunft des zweiten Krankenhausträgers in Bremerhaven gemeinnützig organisiert werden kann. „Was wir überhaupt nicht brauchen, ist eine Heuschrecke, die lediglich die lukrativen Bereiche betreiben will und der die Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region im Grunde egal ist, weil es nur um Rendite geht“, betont Grantz, der ausdrücklich hervorhebt, dass die bisherigen Gespräche über engere Kooperationen der beiden Krankenhausträger ausgesprochen gut gelaufen seien. „Diese Zusammenarbeit sollte fortgesetzt werden, nicht zuletzt im Interesse der in den Kliniken beschäftigten Menschen, mit deren Arbeitsplätzen verantwortlich umgegangen werden muss. Mir kommt es darauf an, dass wir zukünftig unnötige Konkurrenz vermeiden“, so Grantz. Das Wohl und die hochwertige medizinisch-pflegerische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Bremerhaven und im Umland müssten weiterhin im Mittelpunkt aller Entscheidungen und Entwicklungen stehen. „Wir wollen dazu im Rahmen unserer Möglichkeiten einen Beitrag leisten“, erklären Grantz und Lückert gemeinsam, die Gleiches von Landrat Kai-Uwe Bielfeld und dem Landkreis Cuxhaven erwarten. In diesem Zusammenhang mahnen die beiden Verantwortlichen aus Bremerhaven Erklärungen über die Zukunft der DRK Seepark Klinik Debstedt an.

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