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Rede von Oberbürgermeister Jörg Schulz zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde an die Professoren Gotthilf Hempel und Jörn Thiede

Anrede,

§ 14 der Verfassung der Stadt Bremerhaven gibt der Stadtverordnetenversammlung das Recht, Personen, die sich „besonders verdient gemacht haben", die Ehrenbürgerwürde zu verleihen. Seitdem die Stadtverfassung 1947 in Kraft trat, wurden nur acht Persönlichkeiten zu Ehrenbürgern ernannt. Zwei weitere kommen heute wegen ihrer Verdienste um die Arbeit des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven hinzu: Prof. em. Dr. Dr. h. c. Gotthilf Hempel und Prof. Dr. Jörn Thiede. Diese Würde ist die höchste Auszeichnung unserer Stadt und übrigens mit keinerlei Geldzuwendung oder sonstigen Privilegien verbunden.

Wie es der kalendarische Zufall will, erhielt ein früherer Ehrenbürger diese Auszeichnung gestern vor 27 Jahren, am 9. September 1983, und auch damals ging es um das Alfred-Wegener-Institut. Es war Altbundeskanzler Helmut Schmidt, der dafür geehrt wurde, dass die von ihm geführte Bundesregierung im Dezember 1979 das neue deutsche Polarforschungsinstitut nach Bremerhaven vergab. In der entscheidenden Kabinettssitzung setzte er mit seiner Stimme und seinem politischen Gewicht im Bundeskabinett durch, dass Bremerhaven gegen den Konkurrenten Kiel das Rennen machte.

Inzwischen hat sich voll und ganz bestätigt, wie wichtig für unsere Stadt die Entscheidung war, die wir Helmut Schmidt verdanken. Die Ansiedlung des Instituts erwies sich als eines der bedeutendsten Ereignisse der Stadtgeschichte und machte Bremerhaven zu einem Zentrum der Polarforschung und der internationalen Klimaforschung. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass das AWI fast auf den Tag genau 27 Jahre nach der Ehrung des Altkanzlers erneut im Mittelpunkt einer Ehrenbürger-Feier steht. Diesmal würdigen wir die beiden Männer, die das Alfred-Wegener-Institut aufgebaut und zu einem weltweiten Renommee geführt haben. Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 2. September beschlossen, den beiden ehemaligen AWI-Direktoren Prof. Dr. Gotthilf Hempel und Prof. Dr. Jörn Thiede für ihre Verdienste um den Wissenschaftsstandort Bremerhaven die Ehrenbürgerwürde zu verleihen.

Für mich ist es daher eine große Ehre, Sie, sehr geehrter Herr Professor Hempel und sehr geehrter Herr Professor Thiede, mit Ihren Gattinnen zu dieser Feier begrüßen zu können, die in einem ungewöhnlichen Rahmen stattfindet: in einem Hangar auf dem Regionalflughafen Bremerhaven. Dieser Veranstaltungsort hat allerdings seinen guten Grund, denn hier auf dem Flughafen Luneort ist das Polarflugzeug des AWI, die „Polar 5", stationiert, und hier wartet auch die Firma Helikopter Service International ihren Hubschrauber für den Einsatz auf dem Polarforschungsschiff „Polarstern".

Nach dem aus Bremerhaven stammenden Chemie-Nobelpreisträger Adolf Butenandt, der vor 50 Jahren Ehrenbürger unserer Stadt wurde, erhalten zum ersten Mal wieder Wissenschaftler diese höchste Auszeichnung Bremerhavens. Beide haben das AWI seit seiner Gründung 1980 entscheidend geprägt und zu einem wissenschaftlichen Leuchtturm der Stadt gemacht. Ihre Namen sind jeweils mit einem der beiden AWI-Bauten verbunden, die wegen ihrer besonderen Architektur weithin Aufsehen erregten und ein wesentlicher Teil des Bremerhavener Stadtbildes geworden sind. Das 1986 eingeweihte Gebäude an der Columbusstraße, dem der Stararchitekt Oswald Matthias Ungers die Form eines Schiffsrumpfs gab, steht für die elfjährige Ära von Professor Gotthilf Hempel, dem Vater der meereswissenschaftlich ausgerichteten Polarforschung in Deutschland.

18 Jahre später weihte das Institut unter der Leitung von Professor Jörn Thiede das ebenso vielbeachtete Gebäude am Handelshafen ein. Mit diesem bunt geklinkerten Neubau, dem letzten Werk des kurz zuvor verstorbenen großen Architekten Otto Steidle, schließt sich der Kreis. Wie ein breites Band ziehen sich jetzt die Einrichtungen des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Bremerhaven durch die Stadt - vom Ungers-Bau des AWI und dem Scharoun-Gebäude des Deutschen Schiffahrtsmuseums über die Hochschule bis zum AWI-Neubau.

Als Professor Gotthilf Hempel am 29. April 1981 sein Amt als Gründungsdirektor antrat, konzentrierte sich das neue Institut noch ganz auf die Polarforschung. Mit dem Beitritt zum Antarktisvertrag hatte die Bundesrepublik Deutschland zuvor die Grundlage für eine Beteiligung an der Erforschung des Südpolargebiets gelegt. Dort war die Georg-von-Neumayer-Station gebaut und bezogen worden.

Man tritt Professor Hempel sicherlich nicht zu nahe, wenn man feststellt, dass er bei der Wahl des AWI-Standorts Kiel statt Bremerhaven aus nachvollziehbaren Gründen den Vorzug gegeben hätte. Denn an der Universität Kiel hatte er bereits eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere als Professor für Fischereibiologie im Institut für Meereskunde und als dessen Leiter gemacht. Zuvor hatte der gebürtige Göttinger Biologie und Geologie in Mainz und Heidelberg studiert.

Doch da die Entscheidung nun einmal für Bremerhaven gefallen war, akzeptierte der Wissenschaftler diese Wahl und engagierte sich mit ganzem Einsatz für den Erfolg des Instituts. Bis zur Fertigstellung des eigenen Gebäudes nahm er sogar geduldig in Kauf, dass das neue Polarforschungsinstitut zunächst in provisorischen Räumen aufgebaut werden musste - im Columbus-Center zwischen Einkaufspassage und Seniorentreffpunkt. 1986 konnte das AWI dann endlich in den Ungers-Neubau umziehen.

Gleichzeitig wurde unter Hempels Leitung das Institut für Meeresforschung in das AWI eingegliedert, das seither als Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung einen erstklassigen wissenschaftlichen Ruf hat. Dazu trägt nicht zuletzt der Forschungseisbrecher „Polarstern" bei, der Ende 1982 in Dienst gestellt wurde und als Botschafter Bremerhavens den Namen seines Heimathafens am Heck führt. Mit 63 Jahren gab Professor Hempel das Amt des AWI-Direktors im Frühjahr 1992 ab, um sich an der Schwelle zum Pensionsalter neuen Aufgaben zu widmen, unter anderem als Leiter des neugegründeten Zentrums für Marine Tropenökologie an der Universität Bremen.

Professor Hempels Verdienst ist es, unserer Stadt nach der Strukturkrise in der Hochseefischerei und im Schiffbau zu einem neuen Standbein verholfen zu haben. In den elf Jahre seiner Tätigkeit als Direktor wurde Bremerhaven zu einem Wissenschaftsstandort ersten Ranges. Die Mitarbeiterzahl des AWI stieg bis zum Jahr 1991 auf mehr als 300. Zu den allseits bekannten Stärken des Gründungsdirektors gehörte es, seine weltweiten Verbindungen zu nutzen. Als Initiator zahlreicher internationaler Kolloquien in Bremerhaven, durch seine weltweite Anerkennung und seine internationale Präsenz machte er die Stadt Bremerhaven zum Begriff. Ihm verdanken wir es, dass die Polar- und Meeresforschung heute untrennbar mit unserer Stadt verbunden ist.

Als Nachfolger des fünf Jahre amtierenden Direktors Professor Max Tilzer übernahm Professor Jörn Thiede 1997 die Leitung des AWI. Auch er kam von der Universität Kiel, wo er das Geomar-Institut für Meereswissenschaften aufgebaut hatte. In seine zehnjährige Amtszeit im AWI fallen die Weiterentwicklung und der massive Ausbau der Großforschungseinrichtung, für die inzwischen mehr als 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sind. Damit verbunden war eine weitere deutliche Aufwertung des Standorts Bremerhaven. Durch die Fusion der Biologischen Anstalt Helgoland mit dem Alfred-Wegener-Institut, die Professor Thiede maßgeblich angestoßen und vorangetrieben hat, vergrößerte sich das Spektrum der Forschungsaktivitäten und der wissenschaftlichen Infrastruktur mit dem Forschungsschiff „Heincke" an der Spitze. Bremerhaven wurde gemeinsam mit Helgoland und Sylt wieder zu einem Zentrum der Nordseeforschung.

Mit dem Namen Professor Thiedes sind mehrere große Projekte verbunden, die er erfolgreich angestoßen hat und die weit über seine Amtszeit hinausreichen. Ein Meilenstein für das Institut, aber auch für die Stadt Bremerhaven war der Bau des neuen Büro- und Laborgebäudes am Handelshafen, das die Platznot des expandierenden AWI beendete. Professor Thiede war es auch, der die Planung und den Neubau der dritten Neumayer-Station in der Antarktis vorantrieb. Und unter Federführung des AWI wurde als europäisches Gemeinschaftsvorhaben das Forschungsschiff „Aurora Borealis" auf den Weg gebracht. Der Baubeginn ist für 2012, die Indienststellung für 2014 vorgesehen. Um diese spektakuläre Planung - eines seiner Lieblingskinder - kümmert sich Professor Thiede jetzt auch noch intensiv als Ruheständler.

Von großer internationaler Bedeutung war der Ansehenszuwachs, den das AWI in der Ära Thiede in der internationalen Klimadiskussion gewann. Je leidenschaftlicher der Meinungsstreit um Treibhausgase, Ozonloch und Klimaveränderungen geführt wurde, desto mehr waren die wissenschaftlich fundierten Untersuchungsergebnisse gefragt, mit denen sich das Institut in den vergangenen Jahren immer wieder zum Klimawandel zu Wort meldete. Viele internationale Veröffentlichungen zeigen, welche Kompetenz das AWI gerade bei diesem so wichtigen Zukunftsthema vorweisen kann.

Sowohl Professor Hempel als auch Professor Thiede verstanden es aber nicht nur, das AWI zu einer Perle der deutschen Forschungslandschaft zu machen und dem Institut Weltgeltung zu verschaffen. Ihnen lag auch die Entwicklung Bremerhavens am Herzen, und daher haben sie mit ihrem Engagement, ihren Ideen und ihren Denkanstößen wesentlich dazu beigetragen, dass sich unsere Stadt als Wissenschaftsstandort profilieren kann.

Beide Direktoren waren begnadete Netzwerker, die auf einen konstruktiven Dialog zwischen den Akteuren der Wissenschaftsszene und der Stadt setzten. Ihre Verbindungen reichten aber auch weit in die Wissenschaftspolitik des Landes Bremen hinein, was letztlich zur erfolgreichen Gemeinschaftsbewerbung Bremens und Bremerhavens als Stadt der Wissenschaft 2005 führte. Der Anstoß für die Teilnahme Bremerhavens an diesem Wettbewerb kam von Professor Thiede, der sich völlig zu Recht dafür stark machte, in einer bremischen Bewerbung auch mit dem wissenschaftlichen Pfund des AWI und anderer Bremerhavener Forschungseinrichtungen zu wuchern. Als es darum ging, den Bremern den Sinn einer solchen Doppelbewerbung nahezubringen, wurde er tatkräftig von seinem Vorvorgänger Professor Hempel unterstützt. Denn der war vom damaligen Präsidenten des Senats, Henning Scherf, als Persönlicher Berater für die Wissenschaft im Land Bremen verpflichtet worden und brachte seine Kontakte ins Spiel, um Überzeugungsarbeit für Bremerhaven zu leisten.

Auch andere, nicht so spektakuläre Aktivitäten der beiden AWI-Chefs nutzten der Stadtentwicklung in Bremerhaven und dem Ausbau der Wissenschafts- und Bildungslandschaft. Professor Hempel ist es zu verdanken, dass sich erfolgreiche Netzwerke bildeten, etwa für ein gemeinsames Austauschprogramm von Schülern aus Bremen und Bremerhaven, denen die Geschichte beider Städte vermittelt wurde. Auf Anregungen Professor Thiedes geht der Aufbau der Forschungs- und Entwicklungszone in unmittelbarer Nachbarschaft des AWI-Neubaus am Handelshafen ebenso zurück wie die Bündelung der wissenschaftlichen Kompetenzen in der „Pier der Wissenschaft Bremerhaven".

Kein Zweifel also: Die beiden AWI-Direktoren waren ein Glücksfall für das Alfred-Wegener-Institut und für die Stadt Bremerhaven. Sie haben in vielfältiger Weise zur erfolgreichen Entwicklung des Wissenschaftsstandorts Bremerhaven beigetragen, und sie haben sich damit um die Stadt verdient gemacht. Dafür gebührt ihnen der Dank der Bürgerinnen und Bürger Bremerhavens, der in der Verleihung des Ehrenbürgerrechts zum Ausdruck kommt. Die Urkunde für Professor Hempel hat folgenden Wortlaut:

„Die Stadtverordnetenversammlung Bremerhaven und der Magistrat der Stadt Bremerhaven beurkunden hiermit den Beschluss, Prof. em. Dr. Gotthilf Hempel für seine besonderen Verdienste um die Stadt Bremerhaven gemäß § 14 der Stadtverfassung das Ehrenbürgerrecht zu verleihen.

Prof. em. Dr. Gotthilf Hempel nahm sein Amt als Gründungsdirektor des Alfred-Wegener-Instituts Bremerhaven am 29. April 1981 an, kurz nachdem die Georg-von-Neumayer-Station in der Antarktis gebaut und bezogen wurde. Im Jahr 1982 folgten die Errichtung der Filchner-Station, die Indienststellung des Forschungsschiffes „Polarstern" mit Heimathafen Bremerhaven und die Grundsteinlegung für den Neubau des Alfred-Wegener-Instituts, ein Bauwerk des renommierten Architekten Oswald Mathias Ungers. Seit 1986 ist das einem Schiffsrumpf ähnelnde Gebäude ein Anziehungspunkt für Architekturinteressierte.

Der zügige Ausbau der Polarforschungslogistik mit Schiffen, Flugzeugen und Forschungsstationen war der guten Zusammenarbeit mit dem Bundesforschungsministerium zu verdanken. Zu Beginn des Jahres 1986 wurde auf Bemühen von Prof. Dr. Hempel das Institut für Meeresforschung Bremerhaven (IfMB) in das Alfred-Wegener-Institut integriert. Das Institut hieß nun Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. Die Zahl der Beschäftigten stieg bis zum Jahr 1991 bereits auf über 300.

Die Leistungen des Geehrten für den Auf- und Ausbau des Alfred-Wegener-Instituts haben Bremerhaven zu einem Wissenschaftsstandort ersten Ranges werden lassen. Prof. em. Dr. Gotthilf Hempel hat die Stadt Bremerhaven durch seine weltweite

Anerkennung und Präsenz international zum Begriff gemacht."


Die Urkunde für Herrn Professor Thiede hat den Wortlaut:

„Die Stadtverordnetenversammlung Bremerhaven und der Magistrat der Stadt Bremerhaven beurkunden hiermit den Beschluss, Prof. Dr. Jörn Thiede

für seine besonderen Verdienste um die Stadt Bremerhaven gemäß § 14 der Stadtverfassung das Ehrenbürgerrecht zu verleihen.

Prof. Dr. Jörn Thiede leitete das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung als wissenschaftlicher Direktor von 1997 bis 2007 und baute es in dieser Zeit massiv aus; die Zahl der Beschäftigten stieg auf mehr als 800. Durch die Fusion der Biologischen Anstalt Helgoland mit dem Alfred-Wegener-Institut, die Prof. Dr. Thiede maßgeblich vorangetrieben hat, wurde die Leistungsfähigkeit des Alfred-Wegener-Instituts weiter gesteigert.

Prof. Dr. Thiede engagierte sich im Rahmen der Midlife Conversion der FS „Polarstern" und stützte damit die hiesige Werftindustrie, allen voran die Lloyd Werft. Er verlegte die Logistik der Forschungsflugzeuge nach Bremerhaven und förderte somit den Regionalflughafen Luneort. Der Erweiterungsbau des Alfred-Wegener Instituts an der Doppelschleuse nach dem Entwurf des bekannten Architekten Otto Steidle bildete einen Grundstein für die Wissenschaftsmeile in Bremerhaven.

Prof. Dr. Thiede war darüber hinaus auf dem Sektor der internationalen Zusammenarbeit sehr erfolgreich. Als Präsident des Scientific Committee on Antarctic Research SCAR hat er mehrfach bedeutende internationale Tagungen nach Bremerhaven geholt.

Nicht zuletzt war der Geehrte die treibende Kraft bei Planung und Bau der Neumayer-Station III, deren Eröffnung als mediales Ereignis weit über Bremerhaven

hinaus wirkte. Die Leistungen von Prof. Dr. Jörn Thiede haben in vielfältiger Weise zur erfolgreichen Entwicklung des Wissenschaftsstandorts Bremerhaven beigetragen."

Sehr geehrter Herr Professor Hempel, sehr geehrter Herr Professor Thiede, im Namen der Stadtverordnetenversammlung und des Magistrats sowie der Bremerhavener Bürgerinnen und Bürger gratuliere ich Ihnen recht herzlich zur Verleihung des Ehrenbürgerrechts! Mit dem Geschenk, das wir Ihnen gleich überreichen, schlagen wir übrigens wieder einen Bogen zur Verleihung Ehrenbürgerwürde an Helmut Schmidt vor 27 Jahren. Eine Kopie der damaligen Urkunde ist, in Acryl gefasst, Teil einer Plastik, zu der auch ein roter Klinkerstein gehört - als Symbol für die beiden architektonisch vielbeachteten Gebäude des AWI. Herzlichen Glückwunsch!

 

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