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Schiffe – die eigentlichen Stars des Seestadtfestes

Volle Kajen vom 23. bis 26. Mai in Bremerhaven

Schiffe unter Segel, Dampf oder mit Motor, aus Stahl oder Holz, riesig oder winzig –Alter und Neuer Hafen in Bremerhaven werden vom 23. bis 26 Mai wieder prall gefüllt sein. Diesmal zaubern rund 80 Schiffe das stimmungsvolle maritime Bild, das die Seestadtfest-Besucher so schätzen. Sie dürfen die Schiffe den ganzen Tag bewundern und auch besuchen, denn diese bleiben an den Kajen. Nur wenige fahren hinaus auf die Weser und nehmen sogar Gäste mit. Diesen sieben Schiffen wird die besondere Aufmerksamkeit gelten.

Schnittige Linienform bringt Schnelligkeit: „Mir“
Gern gesehener Gast in Bremerhaven ist der russische Windjammer „Mir“, der als schnellster Rahsegler der Welt gilt. Schon beim letzten Seestadtfest lag das Vollschiff an der Seebäderkaje und lud zu Besichtigungsrundgängen ein. Wer die Länge von 108 Metern und die Breite von 14 Metern bei Open Ship abläuft, wird mindestens einem der 140 jungen Kadetten begegnen, denn auf der „Mir“ wird der seemännische Nachwuchs für die russische Handelsmarine ausgebildet. Die Studenten der Fachrichtungen Nautik, Schiffsbetriebstechnik, Radar- und Funkwissenschaften müssen während ihres Studiums ein Praxissemester auf diesem Segelschulschiff absolvieren. An Bord sind vier Lehrer dafür im Einsatz. Unter dem Kommando von Kapitän Andrey Orlov stehen auch die 55 Mann Stammbesatzung.

Ein wiederentdeckter Schatz: Anny von Hamburg
Frachtsegler, Wohnschiff, Transportschiff, Kümo und Touristenschiff - die „Anny von Hamburg“ zeigt, was alles in einem gut gebauten Schiffskörper stecken kann. Nicht nur die Nutzungsgeschichte und die Zahl ihrer Eigner ist lang, auch ihr Aussehen variierte im Laufe der Zeit. Sie wurde 1914 auf einer Werft in Brake gebaut und war anfangs ein reiner Dreimast-Gaffelschoner, hatte also keine Rahen. Schon 1925 verkleinerte der neue Eigner ihre Takelage und baute einen Zweitaktmotor ein. 1940 entstand dann aus dem Dreimaster ein Anderthalbmaster mit einem stärkeren Viertaktmotor. Acht Jahre später erhielt der Bug eine Verlängerung um acht Meter. 1952 wurde auch die letzte Takelage entfernt und die „Anny von Hamburg“ zum reinen Motorschiff. Erst 1980 wurde das Schiff aufwändig wieder in seinen Ursprungszustand zurückgebaut.  Mittlerweile gehört die „Anny von Hamburg“ – auch der Name ist nach vielen Wechseln wieder der alte – der Firma Timbercoast, die das Frachtsegeln auch in heutiger Zeit propagiert. Das 38 Meter lange Schiff liegt zum Seestadtfest im Neuen Hafen vor dem Restaurant „Lloyds“ und kann besichtigt werden.

Hollywoodstar und „Eye of the wind“
Auch dieser Segler hat eine bewegte Geschichte hinter sich, in der mehrere Hollywoodfilme wie „Die blaue Lagune“ oder „Tai Pan“ vorkommen. Ihren ehrenvollsten Auftritt aber hatte die 1911 ebenfalls in Brake gebaute Brigg für die Briten zu leisten. Unter der Schirmherrschaft des englischen Königshauses wurde der „Eye of the Wind“ die Ehre zuteil, als Flaggschiff die „Operation Drake“ anzuführen. An dieser knapp zweijährigen Expeditionsreise auf den Spuren des berühmten Seefahrers und Wissenschaftlers Sir Francis Drake rund um den Globus nahmen in verschiedenen Etappen mehr als 400 verschiedene Crew-Mitglieder teil. In Bremerhaven hat sich der Segler in die Geschichtsbücher eingetragen, als er 2011 die Parade zur Wiedereröffnung der Kaiserschleuse anführte. Ihren Liegeplatz beim Auswandererhaus wird die „Eye of the wind“ während des Seestadtfestes immer wieder mal verlassen, um Törns auf die Weser zu machen. Diese sind bereits alle ausgebucht.

Lebensretter: Feuerschiff „Borkumriff“
Es ist vor allem der Auftrag, der der „Borkumriff“ ihre Bedeutung gibt. Denn sie lag von 1956 bis 1988 genau da, wo betonharte Sandbänke die Schifffahrtswege vor Borkum gefährlich machten. Schon seit 1875 wurde diese Position, etwa 16 Seemeilen nordwestlich der Insel,  mit einem Feuerschiff besetzt. Bis an diese lebensgefährliche Stelle konnte das an Land stehende Leuchtfeuer nicht mehr durchdringen. Das rot-weiße Schiff mit seinen markanten Aufbauten war das letzte bemannte Feuerschiff auf dieser Position. Es wird heute von einem Förderverein instand gehalten und dient auch als schwimmendes Standesamt. Während des Seestadtfestes kann die 54 Meter lange „Borkumriff“, an der Schleuse Neuer Hafen liegend, im Originalzustand besichtigt werden.

Prellbock in der Elbe: „Elbe 1“
Rund vier Meter länger, aber ähnlich außergewöhnlich gestaltet, ist das Feuerschiff „Elbe 1“, das gleich neben der „Borkumriff“ liegt. Auch dieses Schiff wurde 1988 nach vier außergewöhnlichen harten Jahrzehnten außer Dienst gestellt, denn es gilt als das am häufigsten gerammte Feuerschiff der Welt. Grund dafür ist seine Position in der Elbmündung, die als die weltweit gefährlichste Stelle bezeichnet wird. Das letzte bemannte Elbe-Feuerschiff trug zu Dienstzeiten den Namen „Bürger O’Swald II“, kommt jetzt aber als Museumsschiff „Elbe 1“ nach Bremerhaven. Schon im letzten Jahr wollte der Hamburger Förderverein sein Schiff zu seinem 70jährigen Jubiläum auf das Seestadtfest entsenden, doch dann durchkreuzte ein defektes Ventil die Pläne. In diesem Jahr können „Sehleute“ auf dem schwimmenden Leuchtturm täglich von 11 bis 17 Uhr die Originalausstattung betrachten.

Immer unter Dampf: „Stettin“
Den Originalzustand eines 1933 gebauten Dampfeisbrechers bietet die „Stettin“ den Besuchern des Seestadtfestes. Neben den beiden kohlebefeuerten Kesseln sind der eindrucksvolle Maschinenraum mit der 2.200 PS starken Hauptmaschine und den zahlreichen dampfgetriebenen Hilfsmaschinen sowie die Brücke zu besichtigen. Wer die Nostalgie unter Fahrt erleben möchte, der bucht sich auf der Feuerwerksfahrt am 25. Mai von 20 bis 24 Uhr auf dem Schiff ein. Die „Stettin“ liegt unmittelbar vor ihrem Schwesterschiff, dem Dampfeisbrecher „Wal“.

Vom „Sehmann“ zum Seemann: Törns mit der „Albert Johannes“
Törns hinaus auf die Weser bietet auch der Dreimast-Gaffelschoner „Albert Johannes“ während des Seestadtfestes an. 65 Passagiere haben Platz an Bord des auch für Kinder sehr sicheren Seglers. Die dreistündigen Fahrten starten sowohl morgens um 11 Uhr als auch nachmittags ab 15 Uhr. Auch ein Abendtörn ab 19 Uhr und die Fahrt zum Höhenfeuerwerk am Samstag sind unter www.bremerhaven.de/toerns und in den beiden Tourist-Infos noch buchbar.

Erlebnis Bremerhaven GmbH
H.-H.-Meier-Str. 6
27568 Bremerhaven

Kontakt
Dörte Behrmann
Pressereferentin
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