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Oberbürgermeister Melf Grantz zum Tod von Bürgermeister a. D. Hans Koschnick

„Mit Hans Koschnick verliert das Bundesland Bremen einen hochgeschätzten Menschen und Politiker, der sich mit Herz und Verstand für die Belange seiner Heimatstadt Bremen und der Schwesterstadt Bremerhaven eingesetzt hat. Für Hans Koschnick durfte Bremerhaven niemals eine hochschulfreie Stadt bleiben. Er hat zudem maßgeblich an der Gründung des Deutschen Schiffahrtsmuseums als nationalem Forschungsmuseum und Grundstock der wissenschaftlichen Einrichtungen in Bremerhaven mitgewirkt. Sein Name steht für den Bau des Containerterminals als Keimzelle für die heutige Hafenentwicklung.

Hans Koschnick war die gleiche gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung in unserem Zwei-Städte-Staat ein Herzensanliegen. Er war ein großer Politiker, der durch seine Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern und der unverblümten Art, auch unbequeme Dinge direkt anzusprechen, nie den Kontakt zur Basis verloren hat. So, wie er als Sozialdemokrat, Regierungschef und Staatsmann selbst den Konsens gesucht hat, war es ihm auch in Zeiten des Kalten Krieges ein besonderes Anliegen, die Versöhnung insbesondere zwischen Deutschland und Polen, aber auch in ganz Europa, voranzubringen.

Hans Koschnick steht für ein Format von Politikern, das heutzutage selten geworden ist. Er war und bleibt für mich persönlich stets ein großes Vorbild. Wir Bremerhavenerinnen und Bremerhavener trauern mit seiner Familie.“

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