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OB Schulz zum Bau der Hafenbrücke: Für Entscheidung über Mehrkosten noch zu früh

Über mögliche Mehrkosten für die gläserne Hafenbrücke kann erst entschieden werden, wenn die Schlussrechnung für das Projekt auf dem Tisch liegt. "Erst dann wird klar sein, welche Zusatzforderungen der Firma Rogge als Generalunternehmer für das Projekt akzeptabel sind", stellt Oberbürgermeister Jörg Schulz zu einem Bericht der "Nordsee-Zeitung" (NZ) fest.

Die Bremerhavener Entwicklungsgesellschaft Alter-/Neuer Hafen (BEAN) als Auftraggeber und Rogge verhandeln derzeit über die Kosten der Brücke. Schulz betont, dass er hierzu gegenüber der NZ keineswegs eine Antwort verweigert habe. Vielmehr sei es für eine Beurteilung der Kosten für das Projekt viel zu früh. Außerdem seien die politischen Beschlüsse nicht allein für den Bau der Hafenbrücke gefasst worden, sodass die Berechnung der gesamten Kosten abgewartet werden müsse. Der Magistrat hatte 7,137 Millionen Euro brutto für den Bau der Glasbrücke einschließlich Busparkplätzen, Überdachung und Steganlage am Alten Hafen bereitgestellt.

Die Gustav W. Rogge Bauunternehmung - also nicht die von der NZ erwähnte Firma Rogge Stahlbau - habe als Generalunternehmer den gesamten Brückenbau übernommen und zusätzliche Kosten angemeldet, die von der BEAN geprüft würden. "Es gibt Forderungen, die wir nicht anerkennen und über die gesprochen werden muss", so der Oberbürgermeister als Beiratsvorsitzender der BEAN. Dennoch sei er froh, dass die Brücke rechtzeitig zur Eröffnung des Mediterraneo eingeweiht werden konnte. Schulz: "Dafür danke ich allen, die daran mitgewirkt haben. Die Bürgerinnen und Bürger haben die Brücke angenommen und sind von diesem anspruchsvollen Bauwerk begeistert."

Mit Nachdruck tritt der Oberbürgermeister nach Rücksprache mit dem Unternehmen Spekulationen entgegen, die Brücke werde nach Abschluss der Arbeiten nicht voll funktionsfähig sein. Die abschließenden Arbeiten seien in wenigen Wochen beendet; die Brücke werde dann - hydraulisch angetrieben - vom Steuerstand Keilstraße aus vollautomatisch betrieben.

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