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Neuer Standort: Auswandererdenkmal wird mit 99 Luftballons eingeweiht

Seit einem Vierteljahr steht die vierköpfige Familie wieder am Deich, allerdings in ungewohnter Umgebung. Zur Festwoche ist jetzt der passende Zeitpunkt gekommen, das riesige Auswandererdenkmal an seinem neuen Platz mit 99 bunten Luftballons zu begrüßen - 25 Jahre nach der feierlichen Enthüllung an seinem einstigen Standort.

Am Sonnabend, 30. Juli, um 14 Uhr wird Kulturstadtrat Dr. Rainer Paulenz die 6,40 Meter hohe Statue zum zweiten Mal einweihen. Seit dem 5. Juli 1986 hatte die Auswandererfamilie am Lohmanndeich den Weg gen Amerika gewiesen. Die Bronzeplastik des Detroiter Künstlers Frank Varga wurde auf Initiative deutschstämmiger US-Bürger aufgestellt, die dafür rund 200 000 Dollar gesammelt hatten.

Im Herbst 2008 musste das Denkmal dem Neubau der Kaiserschleuse weichen. Zweieinhalb Jahre lang wurde es auf dem Hof eines Steinmetzbetriebes in Lehe zwischengelagert, bis es Ende April an die Weser zurückkehrte und auf dem Willy-Brandt-Platz vor der Strandhalle ein neues Domizil fand. Wenige Wochen nach dem 25-jährigen Jubiläum ist die Neuauflage des Deutsch-Amerikanischen Volksfestes während der Festwoche der willkommene Rahmen, die Auswandererfamilie noch einmal einzuweihen.

Passend dazu werden 99 blaue, weiße und rote Luftballons in den Farben des amerikanischen Sternenbanners von der Seebäderkaje aufsteigen. Zur Feier des Tages reist aus den Staaten Hans J. Beyer, der die Denkmalsidee als Repräsentant der German-American Heritage Foundation of the USA angeschoben hatte, mit Familienangehörigen und Freunden an. Beyer, 1947 mit seinen Eltern von Bremerhaven in die USA ausgewandert, engagierte sich viele Jahre lang für die Kontakte zwischen den Deutsch-Amerikanern und ihrer einstigen Heimat.

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