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Neuer Seniorenplan der Stadt: Junge und Alte sollen beim Konzept mitreden

Der Seniorenplan der Stadt wird überarbeitet und neu ausgerichtet. Durch die engere Verknüpfung der Jugend- und der Seniorenpolitik will Sozialstadtrat Melf Grantz nach eigenem Bekunden erreichen, "dass ältere und junge Menschen vom Wissen und von den Erfahrungen anderer Generationen profitieren können". Damit möglichst viele von ihnen bei dem Konzept mitreden können, startet das Sozialdezernat eine Fragebogenaktion auf der städtischen Internetseite www.bremerhaven.de.

Unter dem Arbeitstitel "Älter werden in der Stadtgesellschaft" soll die Seniorenpolitik den Anforderungen älterer Bürgerinnen und Bürger in der Seestadt und dem Umland angepasst werden. Grantz: "Wichtigstes Ziel der Seniorenplanung ist es, ein zeitgemäßes und vielseitiges Angebot für den dritten Lebensabschnitt bereitzuhalten, die Erfahrungspotenziale von Senioren zu nutzen, die junge und die ältere Generation zu verbinden sowie das bürgerschaftliche Engagement zu stärken."

Bei der Neufassung des Plans steht zunächst bis Anfang 2009 das Thema Freizeitgestaltung an, bei der auch die städtischen Seniorentreffpunkte eine wesentliche Rolle spielen. Wichtige Erkenntnisse sollen dabei die Ergebnisse der Umfrage unter Bremerhavenerinnen und Bremerhavenern aller Altersgruppen bringen. In weiteren Abschnitten wird es dann um die Bereiche Wohnen und Pflege im Alter sowie medizinische Versorgung gehen.

Grantz: "Durch die Befragung der älteren Menschen in unserer Stadt wollen wir eine möglichst hohe Akzeptanz des Seniorenplans erreichen. Aber auch die Ideen jüngerer Menschen werden dabei berücksichtigt, denn ihre Vorstellungen vom Zusammenleben mit der älteren, lebenserfahrenen Generation sollen sich ebenfalls in der Planung wiederfinden." Ziel der Seniorenpolitik sei es daher, generationenübergreifende Ideen und Projekte aufzugreifen und in die Tat umzusetzen.

Eine aktive Mitarbeit der Senioren verspricht sich Grantz auch von der Teilnahme am Modellprogramm "Alter schafft Neues" von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, für das sich die Stadt beworben hat. Dabei sollen Projekte durch Bürgerforen entwickelt werden, bei denen älteren Mensche Ideen und Wünsche anmelden können. Das Sozialreferat hat die Vorbereitungen zu einem ersten Bürgerforum bereits aufgenommen.

Der erste Schritt der öffentlichen Beteiligung ist jedoch zunächst die Umfrage zur Freizeitgestaltung. Der Fragebogen kann unter www.bremerhaven.de / Soziales und Gesundheit / Sozialreferat heruntergeladen und per E-Mail an  sozialreferat@magistrat.bremerhaven.de oder an den Magistrat Bremerhaven, Sozialreferat, Postfach 210360, 27524 Bremerhaven, Fax 590-3043, geschickt werden. Weitere Informationen beim Sozialreferat unter Tel. 590-2947 und -2948 (Montag, Dienstag, Donnerstag von 9 bis 12 sowie 14 bis 16 Uhr, Mittwoch von 9 bis 12 Uhr).

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