Neue Namen für den Schulabschluss: Vieles anders in der Sekundarschule

Schüler, Eltern und Ausbildungsbetriebe in Bremerhaven müssen sich an neue Bezeichnungen für den Haupt- und Realschulabschluss gewöhnen. Knapp 250 Jugendliche werden im nächsten Jahr von der Sekundarschule mit der Berufsbildungsreife (BBR) und dem Mittleren Schul-Abschluss (MSA) abgehen. Firmen erhalten bereits seit Herbst 2009 Bewerbungen mit diesen Änderungen.

Durch die Zusammenfassung der Haupt- und Realschule zur Sekundarschule gibt es ab 2010 die Berufsbildungsreife statt des bisherigen Hauptschulabschlusses und den Mittleren Schul-Abschluss, der den Realschulabschluss ablöst. Durch die Einführung der Sekundarschule erfolgt die Aufteilung in BBR und MSA erst ab der 8. Klasse. Somit gibt es keine Hauptschule mehr; alle Schülerinnen und Schüler beenden die Sekundarschule nach der 10. Klasse mit der Erweiterten Berufsbildungsreife oder dem Mittleren Schul-Abschluss. Der MSA berechtigt Schülern den Besuch der Gymnasialen Oberstufe, wenn ihren Notendurchschnitt besser als 3,1 ist.

Durch die organisatorischen Veränderungen mussten auch die Bildungspläne angepasst werden. So wurde im Fach Wirtschaft - Arbeit -Technik (WAT) eingeführt, dass Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel Berufsbildungsreife ab der 9. Klasse eine Praxisphase (ein Tag pro Woche im Betrieb) durchlaufen. Nach dieser beruflichen Orientierung können Schüler wie bisher bereits nach der 9. Klasse mit der einfachen Berufsbildungsreife abgehen, wenn sie eine Lehrstelle gefunden haben.

 

„Die Abschlüsse heißen nicht nur anders, sondern stehen auch für neue Schwerpunkte", sagt Schulstadtrat Dr. Rainer Paulenz. „Wir hoffen, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit dem verstärkten Praxisanteil durch die Praxisphase im 9. und 10. Jahrgang besser auf den für sie passenden Beruf orientieren können."

 

Für diesen Artikel wurden folgende Schlagworte vergeben