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Neu- und Ausbau der Psychiatrie beschlossen

Die Psychiatrische Klinik am Klinikum Bremerhaven Reinkenheide soll mit einem Neubau ausgebaut und weiterentwickelt werden. Dies teilt der Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums, Stadtrat Melf Grantz, mit.

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Bremerhaven Reinkenheide sei seit Jahren überproportional ausgelastet und müsse dringend weiterentwickelt werden, sagt Melf Grantz. Eine Ausweitung der stationären Kapazitäten und Leistungsangebote ist von der zuständigen Behörde bereits genehmigt worden. Da die räumliche Situation mittlerweile derart beengt sei und eine Sanierung des in den 1970er Jahren gebauten Hauses während des laufenden Betriebs nicht zumutbar sei, habe der Aufsichtsrat beschlossen, einen dreigeschossigen Ergänzungsbau errichten zu lassen, um dann den bisherigen Klinikbau zu einem Funktionsbau umzugestalten. "Damit kann sich die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie zu einem modernen Psychiatrischen Zentrum mit verbesserten therapeutischen Möglichkeiten weiterentwickeln", betont Stadtrat Melf Grantz.

Wie Grantz weiter erklärt, sei von einem Gutachten, das der renommierte Psychiater Prof. Peter Kruckenberg erstellt hat, das Für und Wider einer Sanierung und eines Neubaus erörtert worden. In enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Klinik sei mit der Perspektive des Neubaus ein neues Konzept erarbeitet worden, das auf einem Bezugspersonensystem für die Patientinnen und Patienten beruhe. Deshalb wurde im Beschluss des Aufsichtsrats großer Wert darauf gelegt, auch die Therapiestrukturen neben der räumlichen Verbesserung den künftigen Erfordernissen anzupassen.

Für den 1. Bauabschnitt sollen Mittel des Konjunkturpakets II und für die folgenden Bauabschnitte Mittel nach dem Bremischen Krankenhausgesetz eingesetzt werden. Die Gesundheitsbehörde hat Mittel in Höhe von 2 Mio. Euro für den ersten Bauabschnitt bereits fest zugesagt. Diese Mittel müssen bis Ende 2010 abgeflossen sein.

Der Umbau der bisherigen Räumlichkeiten der Klinik hätte keinen nennenswerten Gewinn gebracht, ist sich Grantz sicher. Die Umbaukosten würden bei der gleichen Größenordnung liegen wie ein sparsam gebauter aber räumlich größerer Neubau. Vor allem wäre für die psychiatrische Tagesklinik und spezielle therapeutische Angebote wie Ergotherapie, Bewegungstherapie sowie Gesprächsgruppen u. a. kein Platz. Durch die jetzt beschlossene Lösung würden die Wirtschaftlichkeit gesteigert sowie die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessert.

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