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Modellprojekt für Senioren: Mit moderner Technik länger in den eigenen vier Wänden wohnen

Mit dem gemeinsamen Modellvorhaben "Länger selbstbestimmt wohnen" wollen die Stadt Bremerhaven, das Diakonische Werk, Wohnungsgesellschaften und die Universität Bremen dazu beitragen, dass ältere Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben können. In einem zwölfmonatigen Probelauf testen die Projektpartner moderne Technologien, mit deren Hilfe Senioren länger in ihrem gewohnten Lebensumfeld bleiben können.

Dabei dient ihr Fernseher als „Kommunikationszentrale“, über deren Fernbedienung sie digitale Dienste rund ums Alter steuern können – von der Betreuung und Sicherheit bis zu Serviceleistungen und der Kommunikation. So soll erprobt werden, ob bewegungsempfindliche Sensoren Alarm schlagen können, wenn ein Alleinstehender nach einem Sturz zu Hause Hilfe braucht. Auch Rauchmelder sollen zur Sicherheit der Senioren eingesetzt werden.

Bei dem Projekt arbeiten das Sozialamt, das Diakonische Werk Bremerhaven, die Städtische Wohnungsgesellschaft Bremerhaven (Stäwog), die Wohnungsgenossenschaft Bremerhaven (WoGe) und die GWF Wohnungs- und Immobilien GmbH sowie das Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen zusammen. Die Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung (BIS) ist an dem Vorhaben mit einer Finanzspritze aus dem EU-Förderprogramm für Forschung, Entwicklung und Innovation beteiligt.

„Damit sich für mehr ältere Menschen der Wunsch auf längeres selbstbestimmtes Wohnen zu Hause erfüllen kann, sind weitergehende Maßnahmen mit neueren technischen Innovationen für Service, Kommunikation und Sicherheit notwendig“, heißt es in dem Konzept. Mit moderner Technik könnten Wohnung und Wohnumfeld für ältere Menschen gezielt aufgewertet werden, sodass sich Sicherheit, Service und Kommunikationsmöglichkeiten deutlich verbessern.

Zum Projektbeginn starten die Initiatoren eine eingehende Benutzerbefragung bei den Bewohnern des Mehrgenerationenhauses in der Goethestraße 43, in dem die Stäwog jüngere und ältere Bewohner zusammengebracht hat.

Das Projekt soll wissenschaftlich entwickelte Möglichkeiten des „Wohnens in unterstützender Umgebung“ in einem konkreten Wohnprojekt in Bremerhaven erproben. Ziel ist es dabei, die vorhandenen technischen Möglichkeiten in Zukunft stärker bei Modernisierung und Bau von Wohnungen zu berücksichtigen. Das Projekt soll zeigen, wie moderne Technologien helfen können, den steigenden Anforderungen des altersgerechten Wohnens in Zukunft zu begegnen.

Das Diakonische Werk will mit den beteiligten Wohnungsbaugesellschaften und in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern umfangreiche Dienste rund ums Alter anbieten. Von besonderer Bedeutung für den Erfolg ist die bedarfsorientierte, selbstbestimmte Festlegung der Inhalte durch die Nutzer. Um die Akzeptanz bei den Bewohnern gegenüber diesen Technologien zu fördern, werden die Dienste der Serviceplattform altersgerecht angepasst und über den Fernseher als vertrautem Medium zentral abrufbar.

Die Kommunikationsplattform bietet Möglichkeiten für Dienstleistungs- und Serviceanbieter im Bereich Betreuung, Pflege und Gesundheit. Diese Angebote können von Beratungs-, Einkaufs-, Lieferdienstleistungen über unterstützende Bürgerservice-Dienstleistungen bis hin zu präventiven medizinischen Dienstleistungen reichen. Die Sensorplattform des Projekts soll die wohnungsinterne Mobilität verbessern. Hierbei spielen Aspekte wie Barrierefreiheit, Bewegungssicherheit innerhalb der Wohnung, aber auch Aspekte wie „Sicherheit in den eigenen vier Wänden“ eine zentrale Rolle.

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