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Mehrrumpfboote aus sieben Nationen im Sommer 2021 zu Gast in der Seestadt

Vorfreude auf spektakuläre Segelschiffe

Video

Schiffe gucken in Bremerhaven - International Multihull Meeting 2021

vom 29. Juli bis zum 1. August 2021

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Schon ein Katamaran, Trimaran oder Auslegerboot zieht in jedem Hafen die Blicke auf sich. In Bremerhaven werden im nächsten Jahr vom 29. Juli bis zum 1. August sogar rund hundert dieser attraktiven Schiffsklassen, die auf Englisch „multihull“ heißen, erwartet. Grund ist das „International Multihull Meeting 2021“ (IMM21), zu dem der Verein Multihull Deutschland e.V. die europäische Szene einlädt. Sonst alle zwei Jahre im Ostseeraum angesiedelt, Warnemünde war 2013 der letzte deutsche Austragungsort, geht es nun zum ersten Mal an die deutsche Nordseeküste. „Wir freuen uns sehr, dass sich der deutsche Gastgeber entschieden hat, diese höchst attraktive, maritime Veranstaltung in unserer Seestadt auszurichten“, freut sich Dr. Ralf Meyer als Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH. Sehleute dürfen sich in den Havenwelten auf außergewöhnliche Segelschiffe aus sieben europäischen Ländern freuen, die gemeinsam im Neuen Hafen liegen werden. Die Erlebnis Bremerhaven GmbH unterstützt die Veranstaltung mit Marketing-Maßnahmen. „Die ganze Variationsbreite der faszinierenden Segler zum ersten Mal in Bremerhaven zu sehen, wird für die vielen Schiffspotter ein besonderes Ereignis sein“, bewertet Dr. Ralf Meyer das Vorhaben.

Buntes Programm auch für Sehleute attraktiv
Auf ein höchst sehenswertes Bild können sich alle „Schiffspotter“ schon am Anfang des Treffens freuen: Sämtliche Boote gehen durch die Schleuse Neuer Hafen. Da diese 50 Meter lang und 14 Meter breit ist, sind mehrere Schleusungen zu erwarten. Im Hafenbecken angekommen, legen sich die Teilnehmerboote nebeneinander ins sogenannte „Päckchen“. Am Freitag geht es gemeinsam sogar durch die Kaiserschleuse, um eine Regatta im Tidenrevier der Nordsee zu fahren. Nach der Rückkehr – wieder durch die 300 Meter lange und 55 breite Kaiserschleuse – präsentiert sich den Zuschauern ein spektakuläres Bild: eine „schwimmende Brücke“ über den Neuen Hafen, erstellt durch die Katamarane, Trimarane und Auslegerboote. Für Samstag planen die Skipper der sieben bis 17 Meter langen Segler, Open Ship und einen nautischen Flohmarkt anzubieten. Am Sonntag verlassen die Boote dann im Laufe des Tages individuell die IMM 2021.

Weltweiter Erfolg startet in Polynesien
Zwei zusammengebundene Baumpfähle mit hölzernen Querstreben – indisch: „kattu maram“ – und einem oder mehreren Segeln sollen vor rund 2600 Jahren der Ursprung für Mehrrumpfboote gewesen sein, die auch heute noch wegen ihrer Schnelligkeit faszinieren. So wird den Polynesiern die Erfindung dieses Schiffstyps zugeschrieben, der Waren über sehr weite Strecken transportierte und auch bei den Römern des Altertums Anwendung fand. Seit dem späten 19. Jahrhundert werden Katamarane als Sportinstrument genutzt, deren wirklicher Siegeszug aber erst mit der Entwicklung eines massentauglichen Mehrrumpfbootes auf Hawaii 1947 einsetzte. Die Skipper schätzen an ihrer Segelyacht vor allem die Breite und die damit verbundene stabile Lage auf dem Wasser. Der aktuelle Facettenreichtum dieses Typs ist riesig: So werden in Bremerhaven im nächsten Sommer sowohl Luxuskatamarane als auch Auslegerkanus, superschnelle Open Bridge Kats ebenso wie Familienboote, Serienboote und individuelle Selbstbauten zu bewundern sein.

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