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Mehr Fälle gemeldet: Stadtrat besorgt über Vernachlässigung von Kindern

Erschreckende Bilanz in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses: Die Meldungen zur Gefährdung des Kindeswohls nehmen rapide zu. Über 100 Prozent betrug der Anstieg 2008 im Vergleich zum Vorjahr, Tendenz für 2009 weiter steigend. Das teilte Jugendstadtrat Melf Grantz mit.

Wurden dem Amt für Jugend, Familie und Frauen 2007 noch 167 Fälle von Kindesvernachlässigung, Körperverletzung und ähnlichen Delikten bekannt, so waren es 2008 bereits 394. Aus der Sicht von Grantz bedeutet die Steigerungsrate aber nicht nur, dass es mehr Fälle gibt. Vor allem nach dem Bremer Skandal um den Tod des kleinen Kevin 2006 würden Schulen, Kindergärten und auch Bürger die Gefährdung von Kindern intensiver wahrnehmen und eher Alarm schlagen. Um den höheren Aufwand in diesem Bereich zu bewältigen, sollen drei zusätzliche Stellen geschaffen werden. Damit will Grantz erreichen, dass sich die Abteilung Soziale Dienste des Amts intensiver um die Verdachtsfälle kümmern kann.

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