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Leitlinien am Hauptbahnhof schaffen Barrierefreiheit für Seh- und Gehbehinderten Menschen

Der barrierefreie Tourismus in Bremerhaven kommt voran. Der Magistrat beschloss in seiner heutigen Sitzung, die Wegstrecke zwischen dem Hauptbahnhof und der Regionalhaltestelle Bismarckstraße an die Bedürfnisse seh- und gehbehinderter Menschen anzupassen.

Der Fußgängerübergang Bismarckstraße an der Friedrich-Ebert-Straße wird nun für 136.000 Euro angepasst. Die nach dem Gesetz über den öffentlichen Personennahverkehr im Land Bremen (BremÖPNVG) beantragten Drittmittelanteile liegen bei 90 Prozent, die restlichen 10 Prozent werden aus dem kommunalen Haushalt finanziert. Die Kosten setzen sich aus den neuen Blindenleitlinien (110.000 Euro) und der Anpassung der Lichtsignalanlage (26.000 Euro) zusammen. Die Anpassung an der Lichtsignalanlage beinhalten die Installation von akustischen und haptischen Signalen für seh- und gehbehinderte Menschen. Dazu sagte Stadtrat Parpart: „Ich freue mich sehr, dass in Zusammenarbeit mit dem Amt für Straßen- und Brückenbau nunmehr eine gute Lösung gefunden wurde. “

Der beschlossene Übergang schafft eine durchgängige Wegstrecke vom Ein- bzw. Ausgang des Hauptbahnhofes zu allen Bushaltestellen an der Friedrich-Ebert-Straße. „Dies bedeutet einen großen Fortschritt für diejenigen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die in ihrer Mobilität auf Hilfsmittel angewiesen sind. Die Leitlinien am Boden garantieren eine selbstständige Teilnahme am Öffentlichen Personennahverkehr“, sagte Parpart.

Vervollständigt werden die Leitlinien am Boden durch eine Absenkung des Bordsteines an den Querungspunkten auf 0,0 cm. Diese werden, auf 4 Metern Breite, den Übergang an der Bismarckstraße für Seh- und Gehbehinderte erleichtern. „Der ÖPNV wird, vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, immer stärker zu einer Mobilitätsgarantie für ältere Menschen. Auch für Bürgerinnen und Bürger mit Gehhilfen muss der Zugang zum ÖPNV gewährleistet werden. Mobilität, gerade im Alter ist ein Plus an Lebensqualität“, so Parpart weiter.

Im Zuge der beschlossenen Maßnahmen, soll auch die Übergangsfläche zwischen Hauptbahnhof und Fußgängerpassage optisch eindeutiger als Fußgängerübergang gekennzeichnet werden.

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