Kernprogramm für Kultur- und Kreativwirtschaft - 200.000 Euro Landesmittel stehen bereit

Die kulturelle und kreative Entwicklung in Bremerhaven wird weiter gefördert. Auf Initiative des Bremerhavener Oberbürgermeisters und der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS stellt das Land Bremen 200.000 Euro zur Verfügung. Oberbürgermeister Melf Grantz: "Damit haben wir eine gute Basis, um die Kreativwirtschaft in Bremerhaven weiter voranzubringen und gleichzeitig den Standort zu stärken."

Hintergrund der Initiative ist die Schließung des DesignLabors Bremerhaven. Die vom Land geförderte Einrichtung im Alten Fährhaus an der Geeste wurde zum 31. Dezember vergangenen Jahres aufgegeben. „Um das Innovations- und Wirtschaftspotenzial der Kultur- und Kreativwirtschaft für den Standort Bremerhaven weiter zu nutzen, ist eine dauerhafte Begleitung und Förderung der Branche vor Ort jedoch erforderlich“, so OB Grantz, der gleichzeitig Wirtschaftsdezernent ist.

Mit dem Geld aus dem Topf des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen sollen unter anderem Netzwerke zwischen Kreativwirtschaft und Wirtschaft geschaffen, Vortragsreihen etabliert sowie Messen und Ideenwettbewerbe organisiert werden. Geplant sind auch der Aufbau einer Adressdatenbank der Kultur- und Kreativwirtschaft, die Kooperation mit anderen Kulturschaffenden in der Region und die Herausgabe eines regelmäßigen Newsletters.

„Mit dem von der BIS-Wirtschaftsförderung erstellten Konzept haben wir in Bremen deutlich gemacht, dass die direkte Verknüpfung von Kreativwirtschaft, Kultur und Wirtschaft in Bremerhaven einen großen Stellenwert hat“, so Grantz. Die Landesmittel sollen für das laufende Jahr zur Verfügung gestellt werden. Am Ende der Förderungszeit wird die BIS auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse einen Maßnahmen-Katalog für das Jahr 2013 vorlegen. Die politischen Gremien müssen der Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft noch zustimmen.

Für das frei gewordene Alte Fährhaus an der Geeste wird eine neue Nutzung angestrebt. Denkbar sei eine privatwirtschaftliche Nutzung als Erweiterung der Forschungs- und Entwicklungsmeile am Alten Handelshafen. Auch eine Nutzung im kulturellen Bereich sei möglich. Das Alte Fährhaus wurde im Jahr 2002 für rund eine Million Euro saniert und hat eine Fläche von etwa 600 Quadratmetern.

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