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Joboffensive Bremerhaven - mehr Berater und bessere Stellenvermittlung für Arbeitslose

Das Jobcenter Bremerhaven startet eine Joboffensive. Ziel des Projektes ist, mehr Stellen an Langzeitarbeitslose zu vermitteln. Der Magistrat hat der Initiative, die in den Jahren 2013 und 2014 laufen soll, zugestimmt. Zur Umsetzung des Projektes sollen zwölf zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt werden.

„Ziel der Joboffensive ist, durch erfolgreiche Vermittlungen die Kosten für die Leistung zur Sicherung des Lebensunterhaltes zu senken und damit gleichzeitig die Ausgaben“, erklärt Sozialstadtrat Klaus Rosche. Dafür sei es notwendig, die persönliche Betreuung für die Integration in den Arbeitsmarkt zu intensivieren. „Die Stadt Berlin beispielsweise führt derzeit eine ähnliche Integrationsoffensive in ihren insgesamt zwölf Jobcentern durch und erzielt damit beachtliche Erfolge“, so Rosche weiter.

Unter anderem seien in Bremerhaven verschiedene Jobs im Bau und Baunebengewerbe, der Logistik, im Sozial- und Gesundheitswesen sowie im verarbeitenden Gewerbe frei. Im Juli 2012 habe die Agentur für Arbeit in Bremerhaven mehr als 1000 offene Stellen gemeldet. Hier, so Rosche, bestünden durchaus Chancen für einen Teil der Kundschaft, die im Jobcenter Leistungen bezögen. Derzeit sind in Bremerhaven mehr als 80 Prozent aller Arbeitslosen in der Langzeitarbeitslosigkeit und erhalten Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II zur Grundsicherung des Lebensunterhaltes.

Stadtrat Rosche: „Unser Ziel ist es, den Betreuungsschlüssel von derzeit 1:212 auf ein Verhältnis von 1:100 zu steigern. Dadurch wollen wir eine Zahl von 560 zusätzlichen Vermittlungen pro Jahr erreichen.“ Die Joboffensive kostet knapp 1,85 Millionen Euro. Gut 85 Prozent davon (1,568 Millionen Euro) trägt der Bund. Der kommunale Anteil liegt bei rund 281.000 Euro. Das Projekt soll am 1. März 2013 beginnen. Träger des Jobcenters sind die Agentur für Arbeit und die Stadt Bremerhaven.

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