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Internationaler städtebaulicher Wettbewerb für das Werftquartier

„In dieser Größenordnung ist es bisher in der Geschichte der Stadt Bremerhaven einmalig, dass mit einem international und hochkarätig ausgeschriebenen städtebaulichen Wettbewerb für das neue Werftquartier wichtige Impulse für die Stadtentwicklung Bremerhavens initiiert werden“, erklärte Oberbürgermeister Melf Grantz nach der Magistratssitzung, in der er den „Sachstands- und Tätigkeitsbericht zum Stadtentwicklungsgebiet ‚Werftquartier‘ 2018/2019“ eingebracht hatte.

„Dieses Verfahren setzt zweifellos Maßstäbe für die Bremerhavener Stadtentwicklung“, ist Grantz überzeugt. Er ist Leiter der Lenkungsrunde Werftquartier, die dieses bedeutende Projekt steuert.

Die Entwicklung des Werftquartiers mit ca. 140 ha ist ein gemeinsames Projekt der Stadt Bremerhaven und des Landes Bremen. Mit dem nun dem Magistrat und in Kürze dem Finanz- und Wirtschaftsausschuss vorgelegten Zwischenbericht 2018/2019 wird die vielfältige Vorarbeit für den städtebaulichen Wettbewerb dokumentiert. Dazu gehört eine umfangreiche Bestandsaufnahme der Gebäudestrukturen, der Grünstrukturen, der technischen Infrastruktur, der Altlasten, der Zustand der Kajen, die Wassernutzung und die Archäologie einschließlich Denkmalpflege.

Die Beschlüsse der zuständigen politischen Gremien zur Finanzierung der Bestandsaufnahme, des städtebaulichen Rahmenplans sowie des Projektmanagements erfolgten im August und September 2018 in den städtischen und Landesgremien in einer Höhe von 710.000,00 € brutto.

Die Finanzierung der Bestandsaufnahme und der Städtebaulichen Rahmenplanung erfolgt zu gleichen Teilen zwischen Stadt und Land, beim Wettbewerb ist eine Aufteilung der Kosten mit einem Anteil des Investors von 1/3 vereinbart.

In der Lenkungsrunde wurden sechs nationale und internationale Büros für die städtebauliche Rahmenplanung ausgewählt. Es wurde ein kooperatives, zweistufiges Verfahren gewählt, d.h. nach Abschluss der ersten Phase findet eine Vorstellung und Diskussion der Arbeiten mit der Jury und den ausgewählten Sachverständigen am 13. März 2020 statt, der darauffolgende Tag, am 14. März 2020, ist für eine Bürgerinformation und –beteiligung vorgesehen, damit sich Interessierte über den Sachstand und die ersten Vorschläge der eingeladenen Büros informieren sowie eigene Anregungen und Hinweise geben können. Diese fließen dann in die zweite Stufe des Wettbewerbs ein, in der die vom Preisgericht dann ausgewählten vier Büros ihre Vorschläge überarbeiten und vertiefen können. Am Ende der zweiten Sitzung des Preisgerichts voraussichtlich Anfang Juli wird dann von der Jury der Entwurf ausgewählt, der für die Entwicklung des Gebiets weiterverfolgt werden soll und als Grundlage für die Bauleitplanung dienen wird.

Oberbürgermeister Grantz sagt, dass er gespannt ist, welche Vorschläge die Büros machen werden: „Wir wollen in diesem historisch bedeutsamen Gebiet nah und mitten im Wasser keine, sinnbildlich gesprochen, Schuhschachteln, sondern Lösungen, die für ganz Bremerhaven Modernität ausstrahlen.“ Mit der Entwicklung dieses Gebiets werde, so Grantz, ein wichtiger Beitrag geleistet, um Bremerhaven näher ans Wasser zu rücken. „Darin liegt die Zukunft Bremerhavens“, ist der Oberbürgermeister überzeugt.

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