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Großes Berlin-Programm des OB: Vom Klimahaus bis Elvis Presley

Großes Programm für Oberbürgermeister Jörg Schulz in Berlin: Bei seinem Besuch von Mittwoch bis Freitag in der Bundeshauptstadt stellt er das Klimahaus Bremerhaven 8º Ost und die Havenwelten vor. Der OB erinnert aber auch an die Ankunft des Rock'n'Roll-Königs Elvis Presley 1958 an der Columbuskaje und die engen Beziehungen zwischen den USA und Bremerhaven.

Als der Direktor des Berliner Alliierten-Museums, Dr. Helmut Trotnow, Ende Januar den Oberbürgermeister zur Eröffnung der Sonderausstellung "Sergeant Elvis Presley in Deutschland 1958-1960" am 6. März einlud, sagte Schulz wegen der günstigen Terminsituation spontan zu. Denn er reist ohnehin nach Berlin, wo Bremerhaven gleich mehrfach im Mittelpunkt steht. Zunächst wird am Mittwoch - genau ein Jahr vor der Einweihung - das Klimahaus in der Bremischen Landesvertretung von der Betreibergesellschaft und der Stadt präsentiert. Mit von der Partie: der Magistrat, der in Berlin eine Außensitzung abhält.

Nach einer Pressekonferenz am Vormittag haben sich zu einer Abendveranstaltung, bei der neben Schulz auch Staatssekretär Matthias Machnig aus dem Bundesumweltministerium spricht, hochkarätige Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft angesagt. Am Donnerstag und Freitag führt der Oberbürgermeister Expertengespräche auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) und wirbt für die Seestadt, die auf dem besten Wege ist, mit den Havenwelten zu einem begehrten Ziel für Städtereisen zu werden. Von den Standortvorzügen Bremerhavens sollen auch die Botschafter und Attachés der Berliner Auslandsvertretungen überzeugt werden, die am Freitagnachmittag zu einem Empfang am Stand der Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS auf der ITB eingeladen sind.

Zuvor jedoch will Schulz im Alliierten-Museum an der Clayallee in Berlin-Zehlendorf erläutern, was Bremerhaven mit Elvis Presley verbindet. Der King of Rock'n'Roll ging am 1. Oktober 1958 an der Columbuskaje von Bord des amerikanischen Truppentransporters "General G. M. Randall" und betrat deutschen Boden, um seinen Wehrdienst in Friedberg in Hessen abzuleisten. An der Columbuskaje wurde er von mehreren hundert begeisterten Jugendlichen gefeiert. Einer der jüngsten Fans, von denen Schulz in der Sonderausstellung zu berichten weiß: ein damals elfjähriger Bremerhavener Steppke namens Stephan Remmler. Der machte sich viele Jahre später selbst als Popstar ("Da-Da-Da") einen Namen.

Schulz wird in seiner Rede auch die engen Kontakte zwischen Bremerhaven ("Vorort von New York") und den USA würdigen. Die begannen mit der Ankunft des ersten Schiffes 1830 im neuen "Bremer Haven" und der Auswanderungswelle von Europa nach Amerika. Unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Bremerhaven zum Nachschubhafen der US Army für den westlichen Teil Deutschlands - für die Seestadt bei rund 2400 stationierten Soldaten samt Familien und bis zu 1400 deutschen Zivilbeschäftigten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nahm diese Epoche ein jähes Endes, als die Amerikaner den Standort Weddewarden aufgaben. Die Carl-Schurz-Kaserne machte dicht, zurück blieb eine kleine Nachhut mit 30 Soldaten.

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