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Grantz zum Frauen-Kind-Zentrum: Einigung mit dem Land längst erzielt

Bei der Planung eines gemeinsamen Frauen-Kind-Zentrums für die drei Bremerhavener Kliniken ist eine Einigung längst erzielt. Das stellt Krankenhausdezernent Melf Grantz zum heutigen Bericht der Nordsee-Zeitung "Zur Entbindung nach Bremen" fest.

Wie der Stadtrat erläutert, hat sich der Magistrat mit dem Bremer Gesundheitsressort auf ein neues Grundsatzpapier des Landes und der Krankenhausträger verständigt, das nur noch von den zuständigen Gremien unterschrieben werden müsse. An dem Projekt, das die Versorgung von Müttern bei Risikoschwangerschaften verbessern soll, sind das Klinikum Bremerhaven Reinkenheide, das St. Joseph-Hospital (JoHo) und die Stiftung DRK-Krankenanstalten Wesermünde mit dem Krankenhaus am Bürgerpark beteiligt. Als Standort für das 10,9-Millionen-Euro-Vorhaben ist das JoHo vorgesehen.

Bei einem Spitzengespräch am 20. Januar einigten sich Oberbürgermeister Jörg Schulz, Gesundheitsdezernentin Brigitte Lückert und Grantz mit dem Staatsrat der senatorischen Behörde, Dr. Hermann Schulte-Sasse, auf ein Ergänzungspapier zur Gemeinsamen Erklärung, mit der die drei Krankenhausträger ihre Absicht zur Realisierung des Projekts bekräftigt hatten. Das Papier liegt inzwischen dem St. Joseph-Hospital und den DRK-Krankenanstalten Wesermünde unterschriftsreif vor. Grantz: "Da die Inhalte unstrittig sind, gehe ich davon aus, dass dort die Zustimmung kurzfristig erfolgen wird."

Damit habe das Gesundheitsressort jetzt die nötige Rechtssicherheit, um die Bewilligungsbescheide für das Vorhaben zu erteilen. Die senatorische Behörde hat laut Grantz versichert, dass der Förderbescheid über die Landesbeteiligung auch nicht aufgrund der Auseinandersetzung mit dem Roten Kreuz Krankenhaus Bremen zurückgehalten werde. Der Stadtrat geht davon aus, dass mit dem Bau des Zentrums kurzfristig begonnen und damit eine durchgängige Betreuung von Risikogeburten in Bremerhaven gewährleistet werden kann.

Mit dem gemeinsamen Frauen-Kind-Zentrums am St. Joseph-Hospital sollen unwirtschaftliche Doppelstrukturen in den drei Krankenhäusern abgebaut und gleichzeitig die medizinischen Leistungen für Mütter und Kinder verbessert werden. Das Zentrum soll künftig die bundesweiten Behandlungsvorgaben für Risikogeburten erfüllen. Danach werden Risikoentbindungen nur in Geburtskliniken möglich sein, wenn sie gleichzeitig auch eine Perinatal-(Vorgeburts-)Versorgung sicherstellen.

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