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Grantz: Nicht gegen Prüfung eines neuen Supermarkts in Wulsdorf ausgesprochen

Mit Nachdruck hat Stadtrat Melf Grantz den Vorwurf der Gewerkschaft Verdi zurückgewiesen, sich gegen die Prüfung eines neuen Supermarkts in Wulsdorf durch das geplante Einzelhandels-Gutachten ausgesprochen zu haben. "Diese Behauptung ist falsch", schreibt er in einem Brief an den Vorsitzenden der Verdi-Fachgruppe Einzelhandel Bremerhaven, Sven Albrecht.

Grantz hatte in der Stadtteilkonferenz Wulsdorf die mögliche Ansiedlung eines Verbrauchermarkts auf dem ehemaligen Warrings-Gelände begrüßt. Selbstverständlich, so der Stadtrat in seinem Schreiben an Verdi, könne ein solches Projekt in den Prüfkatalog des Einzelhandels-Gutachtens für die gesamte Seestadt aufgenommen werden.


Dass der neue Markt für Wulsdorf notwendig ist, steht für ihn außer Frage. Grantz: „Nach der Schließung des Famila-Markts, des Eurospar und des Minimal-Markts im südlichen Stadtgebiet vermissen die Wulsdorfer im Kernbereich unter anderem einen Lebensmittel-Vollsortimenter." Kaufland im Gewerbegebiet Bohmsiel liege „außerhalb des Wohngebiets von Wulsdorf" und decke „dieses Bedürfnis nicht ab".


Als Wulsdorfer Bürger, so Grantz, unterstütze er daher die „Grundidee" eines Supermarkts auf dem Warrings-Gelände. Dafür mache sich auch die Stadtteilkonferenz Wulsdorf einmütig stark, die in einer Art vorgezogener Bürgerbeteiligung dem Investor die Möglichkeit eingeräumt habe, sein Konzept für die Warrings-Brache vorzutragen. Doch bis heute sei noch keine Änderung des Bebauungsplans eingeleitet worden. Auf jeden Fall müsse der Investor vor Realisierung des Projektes ein Verträglichkeitsgutachten einholen.

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