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Gemeinsame Initiative: Neues Klimaschutz-Förderprogramm KliFF soll Emissionen senken

Um den Verbrauch fossiler Brennstoffe und deren CO2-Emissionen im Stadtgebiet Bremerhavens weiter zu senken, hat der Magistrat der Seestadt Bremerhaven verschiedene Projektideen entwickelt. Eine Idee basiert auf der verstärkten Nutzung von Fernwärme durch Hauseigentümer und Wohnungsbaugesellschaften. Hierzu haben die Stadt Bremerhaven und swb ein gemeinsames Förderprogramm entwickelt: das Klimaschutz-Förderprogramm Fernwärme, kurz "KliFF". Daraus werden Fernwärmeanschlüsse im swb-Versorgungsgebiet sowie Erweiterungen bestehender Anschlüsse bezuschusst.

Wichtigste Voraussetzung für eine Förderung ist die örtliche Nähe eines Gebäudes zu den vorhandenen Fernwärmeleitungen im Stadtgebiet. Diese verlaufen in einer Vielzahl an Straßenzügen in den Stadtteilen Grünhöfe, Geestemünde, Mitte, Lehe und Leherheide. Zentrale Anlaufstelle für Interessenten ist das Umweltschutzamt. Eine Übersichtskarte der Leitungen sowie die Vergabebedingungen und der Förderantrag stehen voraussichtlich ab dem 1. Juli unter www.bremerhaven.de bereit.

Gefördert werden bei vorhandenem Gasanschluss die Anschaffung, Installation und Inbetriebnahme eines Wärmetauschers für Fernwärme zur bivalenten Energieversorgung mit Erdgas und Fernwärme. Förderungswürdig sind zudem Maßnahmen zur Senkung der Rücklauftemperatur bei fernwärmegestützten Heizsystemen sowie die Planung, Anschaffung, Installation und Inbetriebnahme einer auf Fernwärme basierenden Kälteerzeugungsanlage. Darüber hinaus wird die Umstellung auf Fernwärme bezuschusst bei Anschaffung, Installation und Inbetriebnahme einer Fernwärme-Raumheizanlage, eines Fernwärme-Warmwassererzeugers oder der Kombination aus beidem.

Für Baustadtrat Volker Holm ist die Nutzung von Fernwärme ein guter Weg, um Co2-Emissionen zu senken. „Wir haben überschüssige Wärme aus der Verbrennung von Müll.

Diese Wärme gilt es zu nutzen und ins Netz für Neukunden einzuspeisen. In der Folge können Gas- und Ölheizungen abgeschaltet und so Co2-Emssionen reduziert werden.“ Der Vorstandsvorsitzende der swb AG, Dr. Torsten Köhne, ergänzt: „„Fernwärme ist umweltfreundlich und hocheffizient. Dieses Produkt wird - anders als Erdgas - fertig ins Haus geliefert und ist einfach zu regulieren. Das hilft, Energie zu sparen“.

„Das Agenda-Team im Umweltschutzamt wird die Anträge bearbeiten und genehmigen“, sagt Umweltstadträtin Anke Krein. „Für uns ist dieses zeitlich begrenzte Förderprogramm ein weiterer Baustein, Bremerhaven zu einer Klimastadt zu entwickeln. Wir hoffen, hiermit Anreize für interessierte Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Darüber hinaus haben wir generell ein großes Interesse daran, zukünftig mehr Fernwärme zu nutzen und auch neue Leitungsangebote zu schaffen, um so eine weitere Unabhängigkeit von fossilen Energien zu erreichen und den Co2-Ausstoß in unserer Stadt weiter zu reduzieren.“ 

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