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Finanzspritzen für neue Projekte: Stadt wird ihrer sozialen Verantwortung gerecht

Gute Arbeitsmarktdaten wie seit langem nicht mehr und dennoch Tausende von Menschen ohne Job, zum Teil bereits seit Jahren: "Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, uns zurückzulehnen", warnt Stadtrat Melf Grantz als Dezernent für Soziales und Kommunale Arbeitmarktpolitik. Um Arbeitslose und Jugendliche ohne Ausbildungsplatz zu unterstützen, bewilligte der Sozialausschuss daher zahlreiche Projekte.

Damit, so Grantz, setze die Stadt ihre soziale Verantwortung in die Tat um. Zu den wichtigsten Vorhaben gehöre die Umgestaltung des Außengeländes im Freibad Grünhöfe. Mit dem Beschäftigungsträger faden e. V. werden Grillecke, Beachvolleyballfeld und die Pflasterung rund um die Becken verschönert. Aber auch Aktionen mit der Bremerhavener Beschäftigungsgesellschaft Unterweser, der Beruflichen Bildung Bremerhaven oder dem Arbeitsförderungs-Zentrum im Lande Bremen sichern für viele arbeitslose Frauen und Männer sinnvolle Beschäftigung und Qualifizierung.

"Mit der Bereitstellung umfangreicher kommunaler Mittel trägt die Stadt maßgeblich dazu bei, Armut zu bekämpfen, die Vermittlungschancen von Arbeitslosen zu verbessern, jungen Müttern und Berufsrückkehrinnen die Teilhabe am Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu ermöglichen und vor Ort in den Stadtteilen direkt mit den Betroffenen in Kontakt zu treten", freut sich Grantz. Über 600 000 Euro stellt das Amt für kommunale Arbeitsmarktpolitik für die Umsetzung der Projekte zur Verfügung.

Das Geld fließt auch in das neue Sonderprogramm "Wohnen in Nachbarschaften" (WiN). Leitziele und Handlungsfelder des Programms orientieren sich an der Einschätzung, dass die Probleme in den Stadtteilen zwar nicht sofort gelöst, aber wesentlich verbessert werden könnten. Dafür sollten die bereits vorhandenen lokalen Kräfte gebündelt und die betroffenen Bewohner aktiviert werden. So müssten positive Aktivitäten stärker in das Bewusstsein der Stadtgesellschaft gerückt und die Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte der Bürgerinnen und Bürger verbessert werden. Für die inhaltliche Umsetzung des Programms werden zwei WiN-Koordinatoren eingesetzt, die bis Ende des Jahres das Programm auf Bürgerversammlungen ausführlich darstellen.

Grantz: "Der sogenannte Zweite Arbeitsmarkt ist und bleibt ein wesentliches Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik.Vor dem Hintergrund der sozialen Verantwortung für die Menschen, die sich allein nicht helfen können, ist er in Bremerhaven unverzichtbar."

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