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Durch Hortverlagerung Kitas-Plätze schaffen

In einer Pressemitteilung der ZentralElternVertretung (ZEV) vom 01.04.2019 wird der Eindruck erweckt, dass politische Beschlüsse durch das Schuldezernat des Magistrats nicht konsequent umgesetzt werden. Sollte damit ein Vorwurf gemeint sein, weisen Stadtrat Michael Frost als Schuldezernent und Stadträtin Dr. Claudia Schilling als Jugenddezernentin in einer gemeinsamen Erklärung klar zurück.

Beide Dezernatsbereiche setzen konsequent die politischen Beschlüsse um, nach denen geprüft werden soll, welche Hortangebote durch Verlagerung an Grundschulen Platz für neue Kita-Gruppen in Kindertagesstätten schaffen. Insgesamt sind im Moment fünf Standorte mit der Umsetzung befasst. Mit der Verlagerung der Hortangebote geht der Magistrat neue Wege im Bereich der Kindertagesbetreuung und in diesem komplexen Umsetzungsprozess hat es sich lediglich an einem Standort nach umfassender Bewertung der konkreten Modalitäten und in Abwägung mit den schulischen Erfordernissen gezeigt, dass von den ursprünglichen 60 Hortplätze, die dort geschaffen werden sollten, nur 40 Plätze realisierbar sind. Die betroffenen Kinder werden nun weiterhin in einer Kindertagesstätte den Hort besuchen.

Dass immerhin 160 Hortplätze an Grundschulen verlagert werden können, ist für Stadtrat Frost eine beachtlich hohe Zahl. „Damit helfen wir mit meinem Schuldezernat dem Jugenddezernat in seiner schwierigen Lage“ betont Herr Stadtrat Frost. Dieses nimmt auch die für die Kitas zuständige Dezernentin Claudia Schilling dankbar zur Kenntnis. „Wir wollen gemeinsam die Voraussetzung für eine gute Kindertagesbetreuung und Bildung schaffen. Das benötigt jedoch Zeit und Geld“ räumt die Stadträtin ein.

Aus Sicht des Schuldezernenten ist allerdings klar, dass der Gewährleistung des Schulunterrichts und des entsprechenden Raumbedarfs in den Schulen das gleiche Recht eingeräumt werden muss wie der nachmittäglichen Betreuung der Kinder. „Dass die Schulleitungen hierauf in diesem Prozess achten, ist ihre Aufgabe, und diese nehmen sie mit hohem Verantwortungsbewusstsein wahr“, so Frost.

Zum aktuellen Sachstand der Hortversorgung bereitet gegenwärtig Jugenddezernentin Dr. Schilling in Abstimmung mit Stadtrat Frost eine entsprechende Magistratsvorlage vor. Eine einfache und schnelle Lösung des anerkannten Problems dürfte allerdings nicht möglich sein. Alle an diesem Prozess beteiligten sind mit der Zielsetzung eines tragfähigen Ergebnisses befasst. Beide Dezernenten gehen jetzt in den persönlichen Dialog mit der ZEV, um dieser die Komplexität der Aufgabenstellung auch weiter zu erläutern.

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